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00:15 01.08.2018
Schulleiterin Alexandra Khallafi wechselt von der Geschwister-Scholl-Schule zur Schulbehörde. Quelle: Heike Baake
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Seelze

Fast 13 Jahre arbeitete Alexandra Khallafi (51) an der Geschwister-Scholl-Schule, acht Jahre prägte sie die Schule als Leiterin. Die Entwicklung im Bereich der schulischen Bildung und die bevorstehenden Veränderungen in Seelzes Schullandschaft in den nächsten Jahren beeinflussten ihre Entscheidung, diese Schule zu verlassen. „Die Schulform Hauptschule löst sich auf, in vier Jahren bin ich überflüssig“, sagte Khallafi. Der Rat der Stadt Seelze hatte bei der Einführung der neuen Integrierten Gesamtschule (IGS) beschlossen, keine neuen Schüler mehr an der vorhandenen Hauptschule sowie der Realschule aufzunehmen und beide Schulen aufzulösen.

Sie hätte vor einer schweren Entscheidung gestanden, warten bis der letzte Jahrgang durch ist und ihr etwas anderes angeboten würde, oder jetzt selbst aktiv werden, ergänzte Khallafi. „Ich habe mich nach reiflicher Überlegung für die zweite Möglichkeit entschieden und mir etwas anderes gesucht“, erklärte die Schulleiterin. Anfang August wird sie nun neue Aufgaben übernehmen und für die Landesschulbehörde tätig sein. „Es war ein langer Weg“, berichtete sie und erzählte von ihren Gedanken, die sie sich im Vorfeld machte – ob sie Schulleiterin an einer anderen Schule werden wollte oder die Chance nutzen, etwas ganz Neues anzufangen. „Jeder muss sich nun neu orientieren, auch die Kollegen“ versicherte Kahallafi und ergänzte, dass sie sich wünsche, dass die Schüler bis zum Schluss an ihrer Schule gut betreut werden.

Khalaffi blickt zurück auf interessante und ereignisreiche Jahre als Schulleiterin. „Es ist ein Job, an dem man morgens nicht wusste, was kommt. Eine To-Do-Liste half nur selten, weil es meistens ganz anders kam“, lachte sie. Die Schulform mit den kleinen Klassen fand sie positiv, da die Beziehung zwischen Lehrern und Schülern dadurch gefordert wurde. „Die Schule ist oft ein Familienersatz. Nicht immer deren Aufgabenbereich, aber auch ein großer Vertrauensbeweis“, berichtete Khallafi. Erfreut konnte sie als Leiterin der Schule stets die enge Bindung zwischen Klassenlehrern und Schülern beobachten.

Gemeinsam mit ihrem Kollegium wurde sie in den vergangenen Jahren mit vielen Veränderungen konfrontiert. Inklusion und Sprachlernklassen waren ein großes Thema. „Man musste eine Lösung finden, das kostete Zeit, Erfahrung und Versuche“, erinnerte sich Khallafi und unterstreicht, dass es das gemeinsame Ziel gewesen sei, dass kein Schüler ohne Abschluss die Schule verließ. Mit einem sehr engagierten Kollegium waren die Anforderungen zu meistern und viele Projekte wurden gemeinsam ins Leben gerufen. Klettergarten, Weihnachtsbasteln oder Trampolinspringen in Hannover waren neben Kochen und Kunstprojekten für Schulleitung, Lehrer und Schüler ein abwechslungsreiches Miteinander.

Khalaffi nimmt viele positive Erinnerung an Begebenheiten und Situation mit. Den Gewinn eines Mercedes-Vito im Jahr 2015 wird sie allerdings nie vergessen. „Wir hatten den Integrationspreis gewonnen und konnten durch den Verkauf des Personenwagens viel anschaffen“, sagte sie und erzählte, welche Freude und Euphorie dieser Preis bei Schülern und Lehrern auslöste. Für die Schulleiterin war der Schultag stets gefüllt mit Emotionen. Schon morgens standen Schüler in ihrem Büro und beschwerten sich, dass sie immer noch keine Süßigkeiten anbot. „Das war einfach nett. Meine Tür stand immer offen, jeder konnte kommen, wann immer er wollte“, erzählte sie. Und die Schüler kamen gern, in der Pause oder in der Freistunde. Ein kleiner Plausch mit der Schulleiterin war beliebt. Für diese Momente ist Khallafi dankbar. Dem von ihr gegründeten Netzwerk „Sprachbildung an weiterführenden Schulen“ wird sie weiterhin treu bleiben, denn das sei mit den neuen Aufgaben gut vereinbar, versicherte sie.

Von Heike Baake

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