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Region Seelze Nachrichten Stadt macht Weg für Bebauung von Obentrautpark frei
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16:49 30.04.2018
Die KSG möchte auch die Fläche neben dem vorhandenen Hochhaus mit Mietwohnungen bebauen.  Quelle: Rebecca Hürter (Archiv)
Seelze

 Die Stadt Seelze will der dem Wohnungsbauunternehmen KSG die Möglichkeit geben, die Fläche im Obentrautpark zu bebauen. Deshalb sollen die gekennzeichneten Wegen nach Paragraf 8 des Niedersächsischen Straßengesetzes zum nächstmöglichen Zeitpunkt eingezogen werden. Über diesen Vorschlag der Verwaltung beraten noch der Ortsrat Seelze am 7. Mai sowie der Ausschuss für Bau und Umweltschutz am 9. Mai in jeweils öffentlichen Sitzungen, bevor der Verwaltungsausschuss, der die Arbeit des Rates vorbereitet und bestimmte Entscheidungen in Eigenregie treffen kann, voraussichtlich am 17. Mai in nichtöffentlicher Sitzung entscheiden wird.

Die Verwaltung verweist darauf, dass der Verwaltungsausschuss bereit Ende November vergangenen Jahres beschlossen hatte, für die Wege in dem kleinen Park ein Einziehungsverfahren einzuleiten. Ziel war, der KSG die Bebauung der ihr gehörenden Wegeflächen zu bebauen. Als der ebenfalls der KSG gehörende Park angelegt wurde, hatte das Unternehmen auch die Wege gebaut und diese in einem Vertrag vom Oktober 1980 der Stadt überlassen, die fortan für die Unterhaltungs- und Verkehrssicherungspflicht zuständig war. „Es sind keine Einwände gegen die Absichtserklärung, die Wegeflächen einziehen zu wollen, vorgebracht worden“, betont die Verwaltung in ihrer Beschlussvorlage für die politischen Gremien.

Die etwa 5077 Quadratmeter große Obentraut-Parkanlage war in den 1980er Jahren angelegt wurde, der größere Teil der Fläche gehört der KSG. In dem Vertrag war damals auch festgelegt worden, dass die Stadt die Fläche als Grünanlage nutzen und unterhalten darf. Anfang vergangenen Jahres hatte die KSG die Absicht erklärt, auf dem Gelände eine Wohnanlage zu errichten. Vorgesehen ist ein fünfgeschossiges Haus mit insgesamt 31 Wohnungen. Die Stadtverwaltung hatte den Plan unterstützt, weil der Bau von günstigen und teilweise barrierefreien Wohnungen den Wohnungsmarkt in Seelze entspannen würde. Das öffentliche Interesse an der Schaffung von Wohnraum sei in diesem Fall höher zu bewerten als ein Erhalt der Parkanlage, betonte die Verwaltung.

In der Politik stieß der Plan dagegen zunächst auf wenig Gegenliebe. Zwar hatte der Ortsrat Seelze zunächst zugestimmt, im Ausschuss für Bau und Umwelt gab es aber Bedenken. Auch SPD-Ratsherr Heinrich Aller hatte sich in die Diskussion eingeschaltet und einen Aufschub gefordert, um in Ruhe nachdenken zu können. „Es wird immer mehr zugepflastert“, sagte Aller vor einem Jahr. Bei einem fünfgeschossigen Haus bleibe für die Allgemeinheit nichts mehr übrig. Dies belaste nicht nur die Bewohner des unmittelbar angrenzenden Hochhauses an der Beethovenstraße, sondern das gesamte Wohnquartier. Das ohnehin schon dicht bebaute Viertel werde weiter verdichtet. Die SPD-Fraktion hatte wenig später vorgeschlagen, für das Unternehmen ein anderes Grundstück für den Bau von 31 Wohnungen zu suchen und gewissermaßen einen Tausch zu machen.

Gleichstellungsbeauftragte Gabriela Giesche warb im Oktober dagegen für das Vorhaben, weil bezahlbare Wohnungen dringend gebraucht würden. Und auch Bürgermeister Detlef Schallhorn unterstützte die KSG, die weiter an dem Vorhaben festhielt. Zuletzt hatte die Verwaltung zudem deutlich gemacht, dass die Stadt der KSG die Bebauung ihres eigenen Grundstückes rechtlich kaum verwehren könne.

Von Thomas Tschörner

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