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Region Seelze Nachrichten Stadt geht mit Giftködern im Kanal gegen Ratten vor
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16:58 18.02.2019
Der Rattenfänger Dietmar Kaul ist unterwegs Quelle: REmmer
Seelze

Als Schädlingsbekämpfer kümmert sich Dietmar Kaul darum, dass der Rattenbestand in der Stadt nicht zu groß wird. Er forscht nach Rattenkot und Spuren von Wühlmäusen, um den unbeliebten Nagetieren dann den Kampf anzusagen – auch in diesem Jahr wieder. Voraussichtlich ab Donnerstag, 28. Februar, wird er mit seinen Kollegen wieder im Stadtgebiet unterwegs sein, um Giftköder in den Kanalschächten anzubringen und auf diese Weise die Anzahl der Ratten zu begrenzen. Die Giftköder enthalten einen Inhaltsstoff, der die Blutgerinnung der Tiere hemmt und auf diese Weise zum Tod führt. Zudem bittet der selbsternannte Rattenfänger Kaul alle Bürger, ein aufmerksames Auge zu haben. Wird eine Ratte gesichtet, sollte umgehend Alexander Klein vom Bürgerbüro unter Telefon (0 51 37) 82 82 45 informiert werden. Allerdings wird die Stadt nur auf öffentlichen Flächen aktiv. „Auf Privatgrundstücken sind die Eigentümer dazu verpflichtet, gegen den Rattenbefall vorzugehen“, sagt Stadtsprecher Carsten Fricke.

Um die Rattenpopulation möglichst gering zu halten bittet die Stadt Seelze darum, Essensreste nicht über die Toilette in die Kanalisation zu spülen – dadurch würden die Tiere angelockt. „Wer die Feststoffe des Essens mittels Spaghettiesieb auffängt und nur die reine Flüssigkeit in der Toilette entsorgt, bietet den Nagern nichts zu beißen und macht den Standort für die Tiere unattraktiv“, erklärt Kaul. „Wer Essensreste in die Toilette wirft, der füttert die Ratten.“ Abfälle sollten über die Restmüllsäcke entsorgt werden. Diese sollten allerdings nicht zu früh an den Straßenrand gestellt werden. Auch Lebensmittelreste, die wild entsorgt werden, seien ein Anziehungspunkt für Ratten, so der Schädlingsbekämpfer.

Müllplätze werden geschlossen

In der Vergangenheit war die steigende Zahl der Ratten auch zum Problem vieler Wertstoffhöfe geworden. Immer wieder hatten aha-Mitarbeiter zum Beispiel an einem Papiercontainer an der Wunstorfer Straße Ratten gesehen, die teilweise auch ein aggressives Verhalten zeigten. Daraufhin hat die Stadt den Standort für Papiercontainer deswegen im Frühjahr vergangenen Jahres geschlossen. Die Rattenpopulation in der Stadt soll vor allem auch deswegen verringert werden, weil die Nagetiere nicht nur aggressiv werden, sondern auch schwere Krankheiten übertragen können, heißt es.

Laut dem Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz geschieht die Übertragung in der Regel über zwei Wege: Zum einen durch Ausscheidungen wie Kot, Urin und Speichel. Die darin enthaltenen Bakterien und Viren werden vom Menschen bei Kontakt mit Haut, Schleimhäuten oder Atemwegen aufgenommen und führen so zur Erkrankung. Daneben seien die Tiere auch sogenannte Vektoren, so das Amt: Sie würden Krankheitserreger übertragen, allerdings selbst nicht daran erkranken. Hinzu käme, dass bei einer Rattenplage nicht selten auch Parasiten wie Zecken oder Flöhe auf den Menschen übergehen würden und dabei auch Krankheiten übertragen werden könnten.

Von Sandra Remmer

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