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15:50 26.09.2018
Harald Röhrig wird am Sonntag mit dem neuen Cembalo italienische Barockmusik erklingen lassen. Quelle: Heike Baake
Letter

In der St.-Michael-Kirche erklingen ab Sonntag, 30. September, ab 11 Uhr, ganz neue Töne. Verantwortlich dafür ist das neu angeschaffte Cembalo, das das erste Mal während des Gottesdienstes, den Pastor Andreas Hausfeld und Kantor Harald Röhrig gemeinsam gestalten, offiziell erklingt.

Mit Baujahr 1970 ist das Musikinstrument allerdings nicht neu, aber überarbeitet und auf die Bedürfnisse in Letter angepasst. Michael Röhrig entdeckte das Cembalo in Bamberg und ließ einige Änderungen vornehmen. „Es waren Kleinigkeiten, die aber für uns sehr wichtig waren“, erzählte Röhrig. Das zweimanualige Instrument wurde mithilfe des Freundeskreis Musik in St. Michael angeschafft und wird zukünftig Konzerte und Gottesdienste klanglich bereichern. Für die Neuanschaffung wurden 10 000 Euro investiert und das seit 2001 im Besitz der Kirchengemeinde befindliche Cembalo wurde in Zahlung gegeben.

„Das vorherige Instrument war kleiner und klanglich schwächer. Es konnte den großen Kirchenraum nicht ausfüllen“, erklärte Röhrig. Im Gottesdienst am Sonntag wird er mit dem Cembalo unter anderem Musik des italienischen Barockkomponisten Baldassare Galuppi erklingen lassen. „Das Cembalo hat einen ganz besonderen Klang“, versicherte Röhrig und verweist darauf, dass dort die Saiten nicht wie beim Klavier mit einem Hämmerchen angeschlagen werden, sondern mit sogenannten Kielen gezupft werden. Dadurch entstehe ein zarter, silbriger Klang. Zusätzlich hat das Instrument aber noch ganz andere Vorteile: Während bei einem Klavier extra ein Klavierstimmer kommen muss, kann das Cembalo selbst gestimmt werden und lässt dadurch keine regelmäßigen Folgekosten entstehen. Zu Zeiten des Spätbarocks hielt das Klavier Einzug in der Musikszene und ließ das Cembalo in Vergessenheit geraten. Lediglich Verzierungen und Gemälde an den Deckeln überlebten. „Seit 1920 erlebt das Instrument aber eine Renaissance, denn ab da wurden Klaviere wieder zu Cembalos umgebaut“, berichtete Röhrig. In Zukunft wird das neue Cembalo zahlreiche Veranstaltungen in der Kirche unterstützen, besonders Konzerte, wo es gemeinsam mit alten Instrumenten eingesetzt werden kann.

Von Heike Baake

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