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Region Seelze Nachrichten SPD stimmt gegen Bauplan fürs Alte Rathaus
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16:46 29.08.2018
Bürgerinitiative und SPD wehren sich gegen den Bebauungsplan für das Alte Rathaus. Quelle: Sandra Remmer
Letter

Wohnungsbau ja, aber nicht um jeden Preis: Nach Auffassung der Sozialdemokraten in Letter sowie Mitgliedern der ehemaligen Bietergemeinschaft ist der jüngst veröffentlichte Bebauungsplan Nummer 54, der die Bebauung des Bürgermeister-Röber-Platz nach Abriss des Alten Rathauses darstellt, für eine Aufwertung des historischen Ortskerns nicht geeignet. Dass Wohnraum benötigt werde, sei auch bei der SPD Letter nicht infrage gestellt, so die Fraktion in der Sitzung des Ortsrats Letter. Dass aber auf Biegen und Brechen Wohnungen errichtet werden sollen, die dann auch nur eingeschränkt den zukunftsorientierten Ansprüchen gerecht würden, sei nicht hinnehmbar.

Viele Wohnungen sind nicht barrierefrei

„Die Stadt führt auch immer wieder den demografischen Wandel an“, sagte Fraktionssprecher Wolfgang Gleitz. Der Entwurf der WGH-Herrenhausen sehe für einen Großteil der Wohnungen keinen Fahrstuhl vor. Sie seien nicht barrierefrei und deshalb auch nicht für ältere Bewohner gemacht. Zudem befürchtet die SPD, dass das von der Stadt angestrebte beschleunigte Verfahren an Beteiligung und Einspruchsmöglichkeiten der Bevölkerung vorbeigehe. „Wir als SPD engagieren uns gegen das Vorhaben, um unserer gesellschaftlichen Verpflichtung und politischer Verantwortung zu folgen“, erklärte Gleitz.

Auch Mitglieder der ehemaligen Bietergemeinschaft, die im Kampf um den Erwerb des Alten Rathauses gegen die Wohnungsbaugenossenschaft Herrenhausen (WGH) das Nachsehen hatten, wollen gegen den vorgestellten Bebauungsplan angehen und haben dazu eine Bürgerinitiative (BI) gegründet. Wer die BI unterstützen möchte, kann am Mittwoch, 5. September, um 19 Uhr ins Restaurant Hellas am Leinestadion zum ersten Treffen der Gruppe kommen. „Wir hoffen, dass sich eine Gruppe formieren kann. Unser Hauptaugenmerk liegt darauf, Spender und Unterstützer zu finden, die uns helfen, einen Rechtsstreit zu finanzieren“, sagt Romy Fonk von der BI.

„Einwände nicht nachvollziehbar“

Wenig Verständnis für die politischen Gegner des Bebauungsplans bringt indes der ehemalige Ratsherr Horst-Günther Sowa auf. „Die Einwände der SPD gegen den Bebauungsplan sind nicht nachvollziehbar. Wir brauchen Wohnungen in Letter. Durch das Verhalten der Fraktion im Ortsrat kommt es allenfalls zu Verzögerungen – verhindern werden können sie es nicht“, glaubt der Letteraner.

Zwischen 36 und 42 Wohnungen in dreigeschossiger Bauweise will die WGH auf dem Grundstück Bürgermeister-Röber-Platz errichten. Das von der Genossenschaft eingereichte Konzept hatte seinerzeit eine Jury – bestehend aus gewählten Vertretern – überzeugt. Auch der Rat der Stadt Seelze hat diesem Entwurf zugestimmt. Jedoch hat der Entwurf von Anfang an auch viele Zweifler auf den Plan gerufen, die Unstimmigkeiten darin sahen und zudem der Stadt vorwarfen, Entscheidungen nicht transparent gemacht zu haben.

Von Sandra Remmer

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