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Region Seelze Nachrichten Musiker des Modern Sound[s] Orchestra reisen nach Südafrika
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13:40 17.04.2019
Melanie Vockeroth (von links), Andrea Hoppe und Steffen Hospodarz haben viel Freude bei den Reisevorbereitungen. Quelle: Heike Baake
Seelze

Das Modern Sound[s] Orchestra plant für Herbst eine Konzertreise nach Südafrika. Die Vorbereitungen für die zehntägige Reise vom 2. bis 13. Oktober laufen bereits auf Hochtouren. Ein sechsköpfiges Organisationsteam kümmert sich um die erforderlichen Vorbereitungen, damit die Reise für alle mitreisenden 45 Musiker ein musikalisches und eindrucksvolles Erlebnis wird.

Der geschäftsführende Vorstand mit Melanie Vockeroth als Vorsitzende, der stellvertretenden Vorsitzenden Andrea Hoppe und dem Kassenwart Steffen Hospodarz haben zur Zeit alle Hände voll zu tun. Unterstützt werden sie durch Lars Friedrichs und Katja Mollenhauer, die mit in die umfangreichen Organisationsaufgaben eingebunden sind. Um eine Konzertreise auf die Beine zu stellen, müssen viele Faktoren berücksichtigt werden – auch der Transport der Instrumente muss gut überlegt und geplant sein. Während alle Blasinstrumente als Handgepäck mitgeführt werden können, müssen andere Instrumente in entsprechenden Transportboxen auf den Weg gebracht werden. „Der elektronische Kontrabass wird als Sondergepäck aufgegeben. Die Zusatzkosten trägt der Verein“, versichert Hospodarz.

Er weiß auch, dass nicht nur die Flüge rechtzeitig gebucht werden müssen, sondern auch die Logistik vor Ort eine aufwendige Planung und Recherche benötigt. Die Frage nach der Unterbringung der Musiker, unter Berücksichtigung der finanziellen Möglichkeiten der einzelnen Mitreisenden, stellt die Organisatoren vor große Herausforderung. „Der Dirigent der Jbo-Beginners, Jens Enders, hat drei Monate in Südafrika gelebt und dort studiert. Seine Kontakte haben uns sehr unterstützt“, freut sich Hoppe. Diese Kontakte hätten den Zugang zu Gastfamilien ermöglicht, Auftrittsmöglichkeiten eröffnet und die Verbindung zur Moravian Church hergestellt, ergänzt sie. Die Musiker werden auf ihrer Reise mehrer Konzerte geben. In Mambre, 30 Kilometer nördlich des Zentrums von Kapstadt ist bereits ein Auftritt fixiert. Auch in Arcadia, einem Stadtteil von Port Elizabeth wird das Modern Sound[s] Orchestra aufspielen. Dort planen die südafrikanischen Organisatoren sogar ein kleines Fest zum kulturellen Austausch. „Wir wollen auch mit ortsansässigen Musikern in Kontakt kommen. Vielleicht können wir gemeinsam auftreten“, erklärt Hoppe. Das ist auch die eigentliche Idee der Reise, die die Musiker unter das Motto „Musik verbindet Kulturen“ gestellt haben. Auch Besuchen in Schulen und Universitäten stehen die Musiker offen gegenüber. Im Vorfeld wirft das Planen der Auftritte jedoch noch viele Fragen auf. Welche Instrumente kommen mit, was passt zur Reise, welche Stücke harmonieren zusammen – hier können sich alle Musiker mit ihren Ideen und Vorschlägen einbringen. „Die Entscheidung trifft letztendlich der Dirigent“, sagte Vockeroth. Eintrittskarten sollen zu den einzelnen Konzerten nicht verkauft werden. Sollten die Musiker eine Spende bekommen, wird diese für örtliche Projekte weiter gegeben.

Bei den Reisevorbereitungen spüren die Mitwirkenden auch die kulturellen Unterschiede. Es ist ja noch Zeit – eine gängige Aussage in Südafrika, lässt die deutschen Organisatoren manchmal etwas ungeduldig werden. „Wir müssen insgesamt spontan und flexibel sein. Was uns dort genau erwartet, wissen wir nicht“, sagt Vockeroth.

Günstig ist die Reise in das ferne Südafrika nicht. Wie gut, dass das Orchester vom Land Niedersachsen eine Förderung erhalten hat. Dieser Zuschuss werde den Musikern zugutekommen, sagt Hoppe, denn sie müssen ihre Reisekosten selbst tragen. Neben Flug, Unterkunft und Verpflegung kommen auch die Kosten der Ausflüge auf jeden Einzelnen zu. Das umfangreiche Rahmenprogramm führt die Orchestermitglieder nach Kapstadt, lässt sie vom Tafelberg blicken, das Kap der Guten Hoffnung besuchen, in Hermanus Wale beobachten und den Tsitsikamma National Park sowie den Addo Elephant National Park erkunden. „Am letzten Abend würden wir sehr gern ein Konzert auf einem Weingut in Port Elizabeth geben. Das wäre ein schöner Abschluss unserer Reise“, schwärmt Vockeroth. Bis es aber so weit ist, müssen noch zahlreiche Vorbereitungen getroffen werden. Wer das Modern Sound[s] Orchestra mit einer Spende oder mit seinen persönlichen Kontakten nach Südafrika für eventuelle Auftritte unterstützen möchte, kann sich per E-Mail an Vorstand@jbo-seelze.de mit den Verantwortlichen in Verbindung setzen.

Von Heike Baake

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