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Region Seelze Nachrichten Harenberger Meile sorgt für Irritation
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00:17 02.08.2018
Ortsbürgermeister Wilhelm Lohmann und Gastronom Antonius Markais an der Harenberger Meile. Quelle: Thomas Tschörner
Harenberg

Mehr Informationen über die Sanierung der Harenberger Meile hätte sich Ortsbürgermeister Wilhelm Lohmannn gewünscht. Zwar hat Lohmann einen Überblick über die geplanten Bauabschnitte und den Zeitplan, doch einiges sieht er skeptisch. „Von den vergangenen zehn Arbeitstagen sind nur vier auf der Baustelle gearbeitet worden“, sagt der Ortsbürgermeister. Nach Einschätzung der Baufirma sei dies kein Problem, der Zeitplan stehe. Doch möglicherweise hätte alles auch schneller erledigt werden und die Belastung für die Harenberger entsprechend kürzer ausfallen können, kritisiert Lohmann.

Die Harenberger Meile (K 251) und die Gehrdener Straße (K 230) werden für rund 1,1 Millionen Euro saniert. Die Arbeiten haben bereits begonnen und sollen voraussichtlich bis Oktober dauern. Auf einer Länge von 1100 Metern werden auf der Harenberger Meile Rinnen und die Fahrbahn erneuert. Die Gehrdener Straße wird ebenfalls saniert.

Die Gehrdener Straße wird ebenfalls saniert. Quelle: Thomas Tschörner

Grundsätzlich begrüßt Lohmann die Sanierung der beiden Straßen. Für Harenberg bedeute dies eine Verbesserung. Besonders die an den Ortseingängen aus Richtung Ahlem, Gehrden und Döteberg geplanten Mittelinseln seien ein großer Fortschritt. Lohmann sieht allerdings auch, dass die Arbeiten Beeinträchtigungen für viele Harenberger bedeuten. Als Bürger finde er die Beschilderung mangelhaft, sagt der ehemalige CDU-Landtagsabgeordnete Willi Lindhorst. So werde beispielsweise in Döteberg nur mit einem Sackgassen-Schild darauf hingewiesen, dass durch Harenberg nicht mehr gefahren werden könne. Eine Umleitungsempfehlung gebe es nicht. Und an der Harenberger Baustelle hänge zwar ein Durchfahrt-verboten-Schild mit dem Zusatz „Linienverkehr frei“. Wenn der Bus den Bereich passieren könne, müssten doch auch Autos durchkommen, meint Lindhorst. „Kontrolliert wird das alles sowieso nicht.“

Die Schilder regeln, wer fahren darf und wer nicht. Quelle: Thomas Tschörner

Mit der Baustelle hat auch Gastronom Antonius Markais, der die Harenberger Markthalle und das spanische Restaurant betreibt, ein Problem. „Viele Gäste sagen jetzt ab, weil sie unsicher sind, ob sie uns noch erreichen können.“ Hätte er von den Bauarbeiten früher erfahren, hätte er den Urlaub anders organisiert. Leiden würden aber auch die Tankstelle, der kleine Laden, Friseur und der Hofladen, ergänzt Lohmann.

Nach den Planungen sind die Arbeiten auf der Ortsdurchfahrt in fünf Abschnitte eingeteilt, der sechste Bauabschnitt widmet sich der Gehrdener Straße. Abschnitt eins liegt zwischen Seelzer Straße im Westen und Gehrdener Straße im Osten und soll laut Plan vom 16. bis 24. Juli dauern. Der zweite Bauabschnitt (BA) verläuft von der Gehrdener Straße im Westen bis zur Mehrzweckhalle im Osten (25. Juli bis 2. August). Dafür sind Vollsperrungen geplant. Allerdings wird aktuell immer noch am ersten Abschnitt gearbeitet, mit dem zweiten ist noch gar nicht begonnen worden. „Der soll laut Plan aber am Donnerstag fertig sein. Wie soll das gehen“, fragt Lohmann.

Ob der restliche Zeitplan so noch zu halten ist, ist nach Einschätzung des Ortsbürgermeisters zumindest fraglich. Denn weiter nach Osten soll es dann im dritten BA von der Mehrzweckhalle bis zur Kammstraße (3. bis 16. August) gehen. Abschnitt vier folgt laut Plan dann von der Kammstraße bis kurz vor dem Ende der Wohnbebauung (17. August bis 3. September). Der fünfte BA ist dann im Westen zwischen Seelzer Straße als östlichstem Punkt und Ortsende Richtung Döteberg (4. bis 13. September). Für die Abschnitte drei bis fünf werden halbseitige Sperrungen notwendig. Für die Gehrdener Straße ist zwischen Harenberger Meile und Sportplatz der sechste BA vorgesehen (14. bis 26. September), wofür die Straße komplett gesperrt wird. Vorgesehen sind nach den derzeitigen Planungen auch Arbeiten an der Seelzer Straße, bevor Anfang Oktober der Asphalt eingebaut werden soll.

Von Thomas Tschörner

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