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Region Seelze Nachrichten Am Kanal wird weniger Gehölz geschnitten
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16:56 05.10.2018
Der Kanal ist ein beliebtes Ziel für Spaziergänger und Radler. Quelle: Thomas Tschörner
Lohnde/Hannover

Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Braunschweig hat sein Konzept für Gehölzarbeiten am Mittellandkanal grundlegend überarbeitet. Nachdem diese Arbeiten im vergangenen Winter heftig kritisiert worden waren, soll künftig der Rückschnitt des Bewuchses entlang des Kanals stark zurückgefahren werden. „Ziel ist es, die Entwicklungsmöglichkeiten der Natur nur in dem Maße einzuschränken, wie es für die Verkehrsfunktion der Wasserstraße und die Nutzung der seitlich verlaufenden Betriebswege unbedingt erforderlich ist“, sagt Hartmut Dost, der zuständige Sachbereichsleiter im WSA Braunschweig.

Bauwerke wie die Leinequerung des Kanals erhöhen die Attraktivität des Ausflugsziels. Quelle: Thomas Tschörner

Bereits im Frühjahr habe das WSA mit der Umsetzung begonnen und in Abstimmung mit der Naturschutzbehörde sowie dem BUND Region Hannover in den hannoverschen Stadtteilen Sahlkamp und List neue Bäume und Sträucher gepflanzt. „Wir haben 45 Bäume und 2000 Sträucher gepflanzt, von denen trotz des äußerst trockenen Sommers circa 80 Prozent angewachsen sind“, sagt Yvonne Petersen vom Außenbezirk Lohnde des WSA. Allerdings hätten dazu die Pflanzen jedoch mindestens jeden zweiten Tag gewässert werden müssen.

In Hannover sind bereits 45 neue Bäume gepflanzt worden. Quelle: privat

Niels Hansen hat das neue Konzept im Außenbezirk Lohnde maßgeblich mitentwickelt. „Wir wollen notwendige Unterhaltungsmaßnahmen und natürlich Entwicklungsmöglichkeiten kombinieren“, sagt er. Dies bedeute, dass die Wasserstraße und die zugehörigen Betriebswege, die auch als Naherholungsgebiet beliebt sind, zurückhaltend freigeschnitten würden. Für Gehölzarbeiten sieht das Bundesnaturschutzgesetz eine Ausführungsfrist von Anfang Oktober bis Ende Februar. Diesen Zeitraum nutz das WSA, um am Mittellandkanal und den Stichkanälen Unterhaltungsarbeiten vornehmen zu lassen.

Der Winter ist deshalb eine arbeitsreiche Zeit für die rund 30 Mitarbeiter des Außenbezirks Lohnde, die von ihrem Hafen in Lohnde ein großes Gebiet betreuen. Dazu gehört der Mittellandkanal von Sachsenhagen bis zur Podbielskistraße in Hannover, der Stichkanal Linden sowie Ihme und Leine von Hannover bis Neustadt am Rübenberge und der Verbindungskanal von der Schleuse zur Leine sowie die Leine-Abstiegsschleuse. Insgesamt umfasst das Streckennetz der Lohnder rund 100 Kilometer.

Thorsten Wenig, Leiter der Außenstelle Lohnde verweist auf die Sicherheit, die an der Wasserstraße gewährleistet sein müsse. Schiffsführer müssten eine freie Sicht haben, und Notausstiege dürften nicht zugewachsen sein, nennt er zwei Beispiele. Das WSA hatte bereits in der Vergangenheit darauf hingewiesen, dass es während der Mäh- und Gehölzarbeiten zu vorübergehenden Sperrungen der Betriebswege kommen könne. Davon wären hauptsächlich Fußgänger und Radfahrer betroffen.

Von Thomas Tschörner

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