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Region Seelze Nachrichten Heimatmuseum eröffnet am neuen Standort
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00:19 12.09.2018
Knut Werner führt Reitergeneral Michael von Obentraut und sein Gefolge durch das Heimatmuseum. Quelle: Sandra Remmer
Seelze

 Der Termin erwies sich als perfekt gewählt: Pünktlich zum Regionsentdeckertag hat das Heimatmuseum in Seelze die neuen Räume im Alten Krug zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Hunderte Besucher kamen in die Seelzer Innenstadt, betrachteten die neue Ausstellung zum Thema „Schule im Wandel der Zeit“ und feierten auf dem Platz. Dort zeigten verschiedene Kunsthandwerker ihr Können. Mit dem Erfolg der Neueröffnung fällt den Mitgliedern des Museumsvereins ein Stein vorm Herzen: Vor allem viele Letteraner hatten den Umzug von dem Fachwerkhaus in der Straße Im Sande ins Seelzer Zentrum kritisiert.

„So viel Besuch ist unglaublich“, sagt Knut Werner vom Heimatmuseum. Mehr als 400 Besucher hätten sich ins Gästebuch eingetragen, insgesamt seien es schätzungsweise rund 600 interessierte Gäste gewesen. Über einen Eintrag freut Werner sich ganz besonders: „Eine interessante Ausstellung. Wir waren eigentlich enttäuscht wegen des Umzugs aus Letter. Nun sind wir versöhnt“, zitiert der Vorsitzende des Museumsvereins den Kommentar. „Das hören wir natürlich gerne“.

Schulausstellung wird ergänzt

Wirklich Zeitnot habe es bei den Eröffnungsvorbereitungen nicht gegeben. Genau um 15.48 Uhr am Sonnabend seien alle Vorbereitungen abgeschlossen gewesen und die aktiven Helfer konnten der Eröffnung mit einer gewissen Gelassenheit entgegen blicken, sagt Werner. Nach einer Umzugsphase von gut drei Monaten war es dann am Sonntag um 10 Uhr soweit und die Museumsbesucher konnten erstmals einen Blick in die neuen Räume werfen. Auf zwei Etagen und einer Fläche von rund 300 Quadratmetern lässt das Museum nun das Leben in Seelze in längst vergangener Zeit Revue passieren. Derzeitiger Schwerpunkt im Museum ist die laufende Ausstellung „Schule im Wandel der Zeit“. „So eine große Sonderausstellung haben wir noch nie gehabt“, berichtet Werner. Und es sei eine Ausstellung, die immer in Bewegung bleibe. „Bei der langen Nacht der Kirchen habe ich durch Zufall von einem Besucher erfahren, dass er noch einen alten Rechenschieber hat, den er uns zur Verfügung stellen will.“ So werde die Ausstellung laufend verändert und ergänzt.

Besucher sind begeistert

Auch die Friseurstube konnte aufgrund der größeren Ausstellungsfläche vergrößert und vervollständigt werden. „Wir können hier viel mehr zeigen, was vorher in Letter aufgrund der Enge überhaupt nicht ging“, erklärt Werner. So ist das neue Heimatmuseum beispielsweise auch um eine komplette Arbeiterküche aus den Vierzigerjahren ergänzt worden und in der guten Stube gibt es nun auch einen Kachelofen, der die authentische Atmosphäre verstärkt. „Das ist eine Heidenarbeit, die in dieser Ausstellung steckt“, sagt Johannes-Dietrich Möller aus Dedensen. „Ich denke, das neue Museum wird Seelzes Zentrum sonntags beleben.“ Lobende Worte für die Ausstellung findet auch Klaus Ohlendorf, dessen Familie seit mehr als 150 Jahren in der Obentrautstadt ansässig ist. „Hier ist es übersichtlicher und besser anzugucken und man ist nicht so gedrängt“.

Während die Besucher in Scharen durch die Museumsräume strömten, musste sich der Vorstand um elf Uhr für kurze Zeit verabschieden, um im Saal des Alten Krugs vor gut 100 geladenen Gästen Glückwünsche zur offiziellen Eröffnung des Heimatmuseums entgegen zu nehmen. Neben Wilfried Nickel als stellvertretender Bürgermeister der Stadt zählten auch Regionspräsident Hauke Jagau und Hans Lohmann als Geschäftsführer des Museumsverbands Niedersachsen Bremen zu den Gratulanten.

Von Sandra Remmer

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