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Viel Platz: Zum Alten Rathaus in Letter gehört ein großes Grundstück, das derzeit als Grünfläche genutzt wird.

Viel Platz: Zum Alten Rathaus in Letter gehört ein großes Grundstück, das derzeit als Grünfläche genutzt wird.
© Thomas Tschörner

Seelze

Stadt stellt Siegerentwurf zum Alten Rathaus vor

Voraussichtlich im Februar, möglicherweise aber auch schon im Januar, wird der Siegerentwurf des Bieterverfahrens zum Alten Rathaus in Letter in den politischen Gremien präsentiert. Letters Ortsbürgermeister Rolf Hackbarth wünscht sich dagegen die Präsentation aller Entwürfe.

Letter.  Die Stadt hält sich weitgehend bedeckt. Der Siegerentwurf des Bieterverfahrens werde im Ausschuss für Bau und Umwelt sowie im Rat präsentiert, sagte Bürgermeister Detlef Schallhorn. Weil es im Januar voraussichtlich nicht genügend Tagesordnungspunkte für die Ausschusssitzung gebe, werde die Planung für das Alte Rathaus wohl erst im Februar vorgestellt und wird am 22. Februar im Rat behandelt. Die anderen Beiträge des Bieterverfahrens werden dagegen nicht öffentlich gemacht, sagte Schallhorn.

Jury hat Stillschweigen vereinbart

„Das läuft genauso wie bei der Brüder-Grimm-Schule“, erklärt der Bürgermeister. Auch bei dem Schulneubau hatte der Rat eine Bewertungskommission eingesetzt, genau wie jetzt für das Alte Rathaus. Nach dieser Jury-Entscheidung seien dann die politischen Gremien am Zug gewesen. Schallhorn verweist darauf, dass die Jury Stillschweigen vereinbart habe. Deshalb wolle er zu den Bewerbern nichts sagen, ebenso über die Bandbreite der Gebote. Das Höchstgebot habe jedenfalls deutlich über dem Mindestgebot von 760.000 Euro gelegen. Jetzt ginge es um eine sachorientierte Entscheidung. Von den insgesamt sechs Teilnehmern am Bieterverfahren hatte sich lediglich eine Gruppe von Letteranern geäußert, die ihr Vorhaben für den Bau neuer Wohnungen erläutert hatte. Das geplante Bauherrenmodell mit einem Volumen von 7 bis 8 Millionen Euro stieß aber nicht auf die Gegenliebe der Jury. 

Hackbarth: Besser, wenn alle Entwürfe gezeigt würden

Er sei gespannt, wie es weitergeht, sagte Ortsbürgermeister Rolf Hackbarth. Dass die Stadt nur den Siegerentwurf präsentieren will, hält Hackbarth für einen Fehler. „Die Stadt hat wohl Angst.“ Der Sozialdemokrat hält es für besser, möglichst alle Entwürfe zu zeigen. Denn vielleicht hätten die Kommunalpolitiker aus den anderen Ortsteilen auch einen anderen Blick. Der Entwurf der Gruppe aus Letteranern und Architekten sei nicht schlecht gewesen, meint der Ortsbürgermeister. „Es war sogar eine Außenbewirtschaftung im Grünen vorgesehen gewesen, die Gruppe hatte schon mit der Arbeiterwohlfahrt gesprochen.“ 

Altes Rathaus ist sanierungsbedürftig

Über die Zukunft des als sanierungsbedürftig geltenden Alten Rathauses am Bürgermeister-Röber-Platz in Letter wird seit Jahren beraten. Der vom Rat beschlossene Verkauf ist Teil des Konsolidierungskonzeptes der Stadt. Das knapp 4500 Quadratmeter große Grundstück liegt im Herzen Letters. Bei dem Bieterverfahren sollten die Teilnehmer ihre Vorstellungen präsentieren, was mit dem Gebäude und dem Grundstück passieren soll. Die Stadt hatte als Bewertungskriterien das Mindestgebot (30 Prozent), die Marktfähigkeit des Konzepts (10 Prozent), die Art der geplanten Wohneinheiten (25 Prozent), die Aufenthaltsqualität der Außenanlagen (15 Prozent), verkehrliche Erschließung und Klimaschutz (je 5 Prozent) sowie den Erhalt des Gebäudes (10 Prozent) festgelegt. 

 

Von Thomas Tschörner


neuepresse.de/seelze
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