Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Firmen sollen Seelzes Sportplätze mähen
Region Seelze Nachrichten Firmen sollen Seelzes Sportplätze mähen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:19 26.09.2018
Der Rat tagt im Forum der Geschwister-Scholl-Schule. Quelle: Thomas Tschörner
Seelze

Die 14 Sportplätze im Stadtgebiet sollen ab 2019 von einem Fachbetrieb gemäht werden. Dies schlägt die Verwaltung in einer Vorlage vor, über die der Rat der Stadt Seelze am Donnerstag, 27. September, entscheiden wird. Nachdem der städtische Betriebshof für diese Aufgabe nicht mehr zur Verfügung stand, hatte die Stadtverwaltung zunächst an die Beschaffung von Mährobotern gedacht. Die im Arbeitskreis Seelzer Sportvereine hatten jedoch Bedenken, die von der CDU-Fraktion in einer Anfrage aufgegriffen wurden. „Es ging uns darum, die Vereine zu entlasten“, sagt CDU-Fraktionssprecherin Petra Cordes. Die Ehrenamtlichen leisteten schon viel im Sinne der Stadt. Deshalb müsse der Wille der Vereine respektiert werden, nicht noch weitere Aufgaben auf die vorhandene ehrenamtliche Arbeit aufzusatteln. Konkret ging es um die Programmierung der Mähroboter sowie das Reinigen und die Wartung der Geräte, etwa durch den Austausch der Messer, sowie die Wintereinlagerung und den Umgang mit Ausfällen.

Die Verwaltung hatte über einen Fünfjahreszeitraum errechnet, dass der Betriebshof mit knapp 400.000 Euro fast so teuer wie die Mähroboter war, die mit insgesamt rund 404.000 Euro zu Buche geschlagen hätte. „Für uns als Kommunalpolitiker waren auch Folgekosten wichtig“, sagt Cordes. Diese seien jedoch unklar gewesen. So sei die durchschnittliche Lebensdauer der Roboter nur mit fünf Jahren angegeben gewesen, danach hätten möglicherweise erneut fast 270.000 Euro für 13 neue Roboter ausgegeben werden müssen.

Die Verwaltung weicht nach diesen Bedenken und einer erneuten Überprüfung in ihrer aktuellen Vorlage von den Mährobotern ab. Denn elf der 14 Sportplätze seien teilweise erst nach umfangreichen Vorarbeiten geeignet, von Robotern gemäht zu werden. Ein Einsatz von Fachfirmen würde bei 720 Arbeitsgängen pro Jahr und Entsorgung des Schnittgutes mit rund 130.000 Euro zu Buche schlagen. Aktuell beteiligen sich die Vereine an den Kosten für den Rasenschnitt mit knapp 8000 Euro, seien aber zu Verhandlungen bereit.

In der Ratssitzung geht es am Donnerstagabend außerdem um den Bebauungsplan für den Bürgermeister-Röber-Platz in Letter, wo nach dem Abriss des Alten Rathauses Wohnungen gebaut werden sollen. Gegen dieses Vorhaben, das nach einem Wettbewerb bereits grundsätzlich zu Gunsten eines Vorschlages der WGH entschieden wurde, gibt es in Letter nach wie vor Proteste. Der Rat beschäftigt sich unter anderem auch mit den Plänen für ein Neubaugebiet in Gümmer sowie mit der Betriebsabrechnung 2017 für das Bestattungswesen. Auf der Tagesordnung stehen zudem zwei Anträge der Grünen zu der Verkehrsbelastung durch den Bau der Wasserstadt Limmer und das Amazon-Verteilzentrum in Garbsen.

Die Sitzung beginnt um 19 Uhr im Forum der Geschwister-Scholl-Schule. Zu Beginn können Einwohner Fragen stellen.

Von Thomas Tschörner

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Ortsrat Lohnde will sich am Donnerstag, 27. September, auf dem Friedhof umschauen. Interessierte Einwohner sind bei der Friedhofsbegehung willkommen.

26.09.2018

In der St.-Michael-Kirche erklingen ganze neue Töne. Verantwortlich dafür ist das neue Cembalo, das Kreiskantor Harald Röhrig in Bamberg entdeckt und gekauft hat.

26.09.2018

Die St. Barbara-Kirche in Harenberg stellt in der Adventszeit unter dem Motto „30 Minuten Kerzenschein“ wieder ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine.

29.09.2018