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Die Notunterkünfte an der Mühlenstraße sind schon seit Jahren unbewohnbar.

Die Notunterkünfte an der Mühlenstraße sind schon seit Jahren unbewohnbar.
© Sandra Remmer

Seelze

Abriss maroder Notunterkünfte würde 45.000 Euro kosten

Ein Abriss der maroden Notunterkünfte an der Mühlenstraße 2 und 2a würde 45.000 Euro kosten. Die Stadt hat allerdings noch keine konkreten Pläne für eine neue Nutzung des Grundstücks.

Seelze.  Ein Abriss der maroden Notunterkünfte an der Mühlenstraße 2 und 2a, die seit Jahren unbewohnt sind, würde rund 45.000 Euro kosten. Die Stadt denkt grundsätzlich über einen Neubau an dieser Stelle in Zusammenarbeit mit einem Bauträger nach. Dies geht aus einer Antwort von Bürgermeister Detlef Schallhorn auf eine Anfrage von SPD-Ratsherr Heinrich Aller hervor.

Gebäude an der Mühlenstraße verfallen seit Jahren

Die beiden Gebäude seien seit Jahren unbewohnbar gemacht worden, meint Allter. „Türen und Fenster sind vernagelt, Schäden in Fassaden und Dächern unübersehbar –die Gebäude verfallen“, sagt Aller. Auch das Grundstück werde nicht gepflegt: Unkraut und Buschwerk überwuchterten die Fläche, die zum Teil mit Stacheldraht eingezäunt sei. Schallhorn erklärt, dass der Stadt der Zustand von Häusern und Grundstück bekannt sei. Seit 1996 würden die beiden Häuser wegen des maroden Zustands nicht mehr als Notunterkünfte genutzt. Schallhorn widerspricht Allers Einschätzung: „Sie sind nicht unbewohnbar gemacht worden, sondern waren aufgrund ihres Zustandes für Unterbringungszwecke absolut nicht mehr geeignet.“

Die Notunterkünfte an der Mühlenstraße sind schon seit Jahren unbewohnbar

Die Notunterkünfte an der Mühlenstraße sind schon seit Jahren unbewohnbar.

Quelle: Sandra Remmer

Abriss war 1998 noch auf 35.000 Mark kalkuliert worden

Bereits 1998 seien erstmals 35.000 Mark für den Abriss der Gebäude von der Verwaltung für den Haushalt angemeldet worden. Weil die finanzielle Situation der Stadt angespannt war, wurde dieses Geld aber nicht zur Verfügung gestellt. Mit geringen Aufwand wurden die Gebäude gesichert, Ratten bekämpft und Totholz entfernt sowie Leitungen freigeschnitten. Dafür seien in den vergangenen fünf Jahren rund 5500 Euro aufgewendet worden. Den größten Teil, etwa 3800 Euro, hätten davon Schnittarbeiten im Außenbereich ausgemacht. 

Die Notunterkünfte an der Mühlenstraße sind schon seit Jahren unbewohnbar

Die Notunterkünfte an der Mühlenstraße sind schon seit Jahren unbewohnbar.

Quelle: Sandra Remmer

Über einen Neubau ist noch nicht entschieden

Für die Nutzung des Grundstücks an der Mühlenstraße gibt es derzeit keine Planung. Grundsätzlich sei angedacht, in Zusammenarbeit mit einem Bauträger einen Neubau zu errichten, sagt Schallhorn. Ob dieser dann wieder als Notunterkunft genutzt werden soll, ist offen. Der Bürgermeister betont, dass ein Neubau abhängig von Stellungnahmen des Gewerbeaufsichtsamtes zur benachbarten Bebauung sein. Denn in unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich die Feuerwache Seelze, der städtische Betriebshof und das Chemiewerk Honeywell. 

„Die Kosten eines Abrisses und der Entsorgung belaufen sich heute auf circa 45.000 Euro“, sagt Schallhorn. Ob die Stadt mit einer Nachnutzung des Grundstückes Einnahmen erzielen könne und in welcher Höhe diese zu erwarten seien, könne ohne eine inhaltliche Diskussion nicht belastbar getroffen werden.

Von Thomas Tschörner


neuepresse.de/seelze
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  • ... eine Stadt westlich von Hannover mit 33.000 Einwohnern
  • ... dank seiner Lage an der Leine, dem Mittellandkanal und dem Stichkanal Hannover-Linden vom Wasser geprägt
  • ... Heimat eines der größten Rangierbahnhöfe Deutschlands
  • ... Standort der Kristall-Therme.
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