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Nachrichten Ausschuss will Waffenkontrolle abgeben
Region Ronnenberg Nachrichten Ausschuss will Waffenkontrolle abgeben
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13:14 04.12.2017
Symbolbild Quelle: Oliver Killig
Ronnenberg

 Beim Thema Waffenrecht müssen die Ratspolitiker in Ronnenberg einen Zwiespalt überwinden: Mit der Rückübertragung der Aufgaben an die Region kann die Stadt rund 30.000 Euro pro Jahr sparen. Aber geht für die Verwaltung damit nicht ein gutes Stück Bürgernähe verloren? Der Fachausschusses für Stadtplanung, Ökologie, Wirtschaft un Feuerschutz entschied sich jetzt mehrheitlich dafür, den beträchtlichen fianziellen Vorteil höher zu bewerten. 

Von 1. Juni 2018 an müssten sich im Falle der Umsetzung die Ronnenberger Bürger zur Beantragung von Waffenscheinen an Region Hannover wenden. Die Region würde auch andere Aufgaben wie die Kontrolle der Waffenaufbewahrung übernehmen. Kostengünstiger wird es deshalb, weil die überwiegende Mehrheit der Regionskommunen diesen Schritt in der Vergangenheit bereits gegangen ist oder diesen zum selben Termin wie die Stadt Ronnenberg plant. Damit können bei der Region Synergieeffekte genutzt werden.

In erster Beratung am 20. September hatten sich die Mitglieder des Fachausschusses noch nicht in der Lage gesehen, dem Rat eine Empfehlung auszusprechen. Kurzfristig eingereichte schriftliche Proteste von Jägern und Sportschützen hatten die Mitglieder seinerzeit verunsichert. Die Verwaltung wurde beauftragt, genauere Zahlen der der persönlichen Kontakte von Waffenbesitzern mit dem Mitarbeiter der Stadt zu ermitteln. Auch mögliche Schwierigkeiten, die sich durch den Transport von Waffen nach Hannover ergeben könnten, sollten aufgeklärt werden. Nach Vorlage der neuen Daten ist nun aber für die Mehrheit des Ausschusses klar: Die Einsparung wiegt schwerer, als die persönlichen Kontakte. 

Dies sei ein vernünftige Entscheidung, sagte SPD-Fraktionschef Dieter Schur. „Es ist keine Frage der Sicherheit.“ Uwe Buntrock von den Grünen, die den Antrag eingebracht hatten, meinte, dass das Einsparpotenzial bei der finanziellen Lage der Stadt durchaus eine Relevanz habe. Er rechnete anhand der neuen Zahlen vor, dass jeder persönliche Kontakt eines Bürgers mit der Verwaltung zu Thema Waffenrecht in Zukunft mit 420 Euro gesponsert würde.

Der zusätzliche Aufwand für Jäger und Sportschützen bei einer Übertragung an die Region halte sich in Grenzen, erklärte Hermann-Josef Mersch (CDU). Das hätten Gespräche mit Bekannten aus diesem Personenkreis ergeben. Einzig Felix Teichner von der AfD plädierte für gegen die Übertragung. Er mutmaßte, die Zahlen würden aufgrund einer veränderten Sicherheitslage in der Zukunft zunehmen. Eine zweite Gegenstimme kam vom Ausschussvorsitzenden Jörg Garbe. Über die vom Ausschuss empfohlene Beschlussvorlage entscheidet der Rat der Stadt am 13. Dezember.

Von Uwe Kranz

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