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Nachrichten Stadtarchiv: Verwaltung erstellt Beschlussvorlage
Region Ronnenberg Nachrichten Stadtarchiv: Verwaltung erstellt Beschlussvorlage
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00:30 01.06.2018
Im Ronnenberger Gemeinschaftshaus soll das Stadtarchiv entstehen. Quelle: Uwe Kranz
Ronnenberg

Aus der Kegelbahn im Ronnenberger Gemeinschaftshaus soll ein Stadtarchiv werden. Diesen Beschluss hat der Rat der Stadt zu Beginn dieses Jahres gefasst. Vorangegangen war die Suche nach einen geeigneten Raum für das umfangreich vorhandene, bislang aber auf mehrere Standorte verteilte und der Öffentlichkeit nicht zugängliche Archivmaterial. Mit der Einrichtung der Lagerstätte kommt die Stadt einer gesetzlichen Verpflichtung nach. Eine Beschlussvorlage, die am 11. Juni im Bildungsausschuss diskutiert werden wird, soll nun die Umsetzung des Projektes regeln.

Auf der Suche nach eine geeigneten Räumlichkeit hatte ein Expertenkreis, bestehend aus Vertretern des Arbeitskreises Ronnenberger Stadtgeschichte (AKRS) im November 2017 verschiedene Immobilien in städtischem Besitz besichtigt. Zugrunde lag dieser Auswahl unter anderem eine Berechnung der erforderlichen Fläche. Dazu hatte Historiker Matthias Biester die verstreuten Bestände in Augenschein genommen. Demnach werden der aktuellen Menge an Archivmaterial entsprechend rund 84 Quadratmeter für Regale benötigt. Wobei der Bestand der Logik folgend in der Zukunft weiter anwachsen wird. „Die im Anhang aufgeführten Akten zeigen in ihrer nahezu lückenlosen Überlieferung, dass das zukünftige Ronnenberger Stadtarchiv hinsichtlich seines Inhaltes zu einem der bedeutendsten Stadtarchive in der Region gehören wird“, urteilt Biester über die gesichteten Unterlagen.

Neben dem Zustand der Räume stand war unter anderem die Verlagerung der aktuellen Nutzung ein Faktor der Entscheidungsfindung. Im Fall der Kegelbahn – einem freiwilligen Angebot der Stadt – gibt es in verschiedenen Gaststätten im Stadtgebiet Alternativen für die Sportler. „Im Ergebnis fiel die Entscheidung auf die Räumlichkeit Kegelbahn Gemeinschaftshaus Ronnenberg“, heißt es in der Vorlage. Die Entscheidung sei ihnen nicht leicht gefallen, hatten die im Rat vertretenen Parteien betont.

Zur Herrichtung des Archivs will die Stadt jetzt 85.000 Euro in den Keller des Gebäudes investieren. Dabei soll unter anderem auch ein zweiter Raum für den Publikumsverkehr entstehen. Dort können Bürger in Zukunft Teile des archivierten historischen Materials studieren. Ein Büroraum für den vor Ort beschäftigten Mitarbeiter der Verwaltung soll entweder im Rathaus 2 in Empelde oder im Verwaltungsgebäude in der Velsterstraße in Ronnenberg entstehen. Vorgesehen ist, laut Vorlage, eine halbe Mitarbeiterstelle für die Betreuung des Stadtarchivs einzurichten.

Die Gesamtkosten im Jahr 2018, inklusive Personalkosten und den finanziellen Aufwand für Archiv- und Büromobiliar beziffert die Verwaltung auf etwa 126.000 Euro. Diese sind bereits im Haushalt der Stadt berücksichtigt worden. Diesem hatte die CDU-geführte Ratsgruppe 2 zwar genauso wie die AfD-Fraktion mehrheitlich nicht zugestimmt, die Umsetzung des Ratsbeschlusses zum Stadtarchiv würde aber dem ursprüglichen Antrag dieser Gruppe entsprechen. Eine breite Zustimmung in der Bürgervertretung ist deshalb zu erwarten.

Von Uwe Kranz

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