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Nachrichten Stadtarchiv: Politik ist am Zug
Region Ronnenberg Nachrichten Stadtarchiv: Politik ist am Zug
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00:17 15.12.2017
Rathaus I, II oder III? Mehrere Varianten für ein Stadtarchiv wurden am Standort Empelde begutachtet.  Quelle: Uwe Kranz
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Ronnenberg

  Der Aufschrei in der Bevölkerung war beträchtlich, als Bürgermeisterin Stephanie Harms im November darüber informierte, dass aus der Kegelbahn im Gemeinschaftshaus Ronnenberg möglicherweise ein Stadtarchiv werden könnte. 

Am Montag haben sich Vertreter aller Ratsfraktionen und der Ronnenberger Verwaltung einen Überblick über alle infrage kommenden stadteigenen Räumlichkeiten gemacht. Nun erwarte man die politische Debatte über den Standort, sagte Thomas Peest, Teamleiter bei der Stadtverwaltung. 

In drei Ortsteilen war die Besichtigungsgruppe unterwegs. Gleich dreimal wurden dabei Räume im Bereich des Rathauses in Empelde in Augenschein genommen: Der Keller des Rathauses I, ein Zwischengebäude zwischen Rathaus I und II sowie der Keller des Rathauses III. Darüber hinaus machten die Teilnehmer Station in den Kegelbahnen des Gemeinschaftshauses in Ronnenberg und des ehemaligen Gasthauses Lüerßen in Weetzen. Nicht in die Betrachtung einbezogen wurde das frühere Ronnenberger Rathaus in der Velsterstraße. „Darüber gab es im Vorfeld einen Konsens mit den Experten des Aktionskreises Ronnenberger Stadtgeschichte“, erklärt Peest. 

Eine Tendenz ließ sich nach Ansicht von Peest nach den Besichtigungen noch nicht ausmachen. Die Verwaltung werde nun eine Drucksache erarbeiten, in der für alle Standorte Vor- und Nachteile zusammengefasst würden. Damit hätten die Fraktion eine Diskussionsgrundlage. Eine weitere Debatte zu diesem Thema werde in den Fachausschüssen im Februar 2018 erwartet. Sollten sich die Politiker auf keine der Lösungen in einem stadteigenen Gebäude einigen können, wäre theoretisch auch die Anmietung oder der Kauf zusätzlicher Räumlichkeiten denkbar.  

Einige Details des neuen Archivs zeichnen sich dagegen inzwischen konkreter ab. Die Einrichtung werde voraussichtlich zwei Räume umfassen. Der Arbeitsplatz der Mitarbeiter dürfe nicht im eigentlichen Lagerraum liegen. Im Lagerraum müssten besondere klimatische Verhältnisse herrschen und dort könne auch nicht dauerhaft geheizt werden, erklärt Peest.  

Zudem sei es der politische Wille, so der Teamleiter, dass das Archiv auch der Bevölkerung zugänglich gemacht werden soll. Unter Aufsicht des Personals könnten die Bürger dann auf archivierte Unterlagen zugreifen. Um die Dokumente dauerhaft zu sichern, sei es zudem sinnvoll, zumindest einen Teil des Archivs zu digitalisieren. 

Von Uwe Kranz

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