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Die Plätze der Bezirkssportanlage und die Tennisanlage nebenan werden im Zuge des Schulneubaus aufgewertet oder werden für eine neue Nutzung umgebaut.

Die Plätze der Bezirkssportanlage und die Tennisanlage nebenan werden im Zuge des Schulneubaus aufgewertet oder werden für eine neue Nutzung umgebaut.
© Uwe Kranz

Ronnenberg

Stadt bietet Ausgleich für Sportplatz an

Die neue Grundschule in Empelde soll auf dem C-Platz der Sportanlage Auf dem Hagen gebaut werden. Eine Ersatzfläche dafür werde nicht gebraucht, hatte der Erste Stadtrat Torsten Kölle dazu festgestellt. Kosten kommen auf die Stadt dennoch zu.

Empelde.  Die Stadt Ronnenberg plant, in Empelde eine zweite Grundschule zu bauen. Die Empfehlungen einer eigens dafür gebildeten Stadtgebäudekommission werden in diesen Tagen in den einzelnen Fachausschüssen vorgetellt. Dabei hatte der Erste Stadtrat Torsten Kölle bemerkt, dass die Sportvereine auf eine Ersatzfläche für den C-Platz der Bezirkssportanlage, auf dem der Neubau entstehen soll, nicht benötigen. Das klingt, als ob an dieser Stelle keine weiteren Nebenkosten entstünden. Aber ganz ohne Versprechungen an die Vereine kommt die Verwaltung dann doch nicht aus. 

Während andere Vereine einen Mitgliederschwund beklagen, boomen die Zahlen bei Borussia Empelde. Bei dem Klub hat sich die Zahl der Mitglieder seit der Gründung vor vier Jahren vervielfältig. Der Vereinsvorsitzende Dieter Knop sieht deshalb die dringende Notwendigkeit, dass der Wegfall der Spielfläche auf dem C-Platz kompensiert wird. Vor allem in den Wintermonaten seien die anderem beiden Felder nicht ausreichend nutzbar, sagt er. Der A-Platz verfügt nicht über Flutlicht und kann damit bei Dunkelheit nicht bespielt werden, auf dem B-Platz ist eine Nutzung wegen Mängeln in der Entwässerung nur begrenzt möglich. 

Diese Probleme will die Stadtverwaltung im Zuge des Grundschulneubaus beseitigen. Das sei „Ergebnis einer Absprache“, wie Wolfgang Zehler auf Nachfrage erläutert. Ziel sei es, dass nach den Sanierungsmaßnahmen auf den beiden verbleibenden Rasenplätzen eine „stärkere Belegung“ möglich sei. Die dazu erforderlichen Maßnahmen gehören nach Meinung des Fachbereichsleiters der Verwaltung „in das Gestaltungspaket“ zum Bau der Grundschule hinein, müssten aber bereits im Vorfeld der Bauarbeiten erledigt werden, damit der Betrieb der Vereine möglichst störungsfrei fortgeführt werden kann. 

Zunächst müsse aber ermittelt werden, „was gemacht werden muss“, so Zehler. Die Kosten dafür würden sich dann im Vorschlag für den Haushalt der Stadt wiederfinden. 

Noch deutlich unkonkreter sind die Planungen für die früheren Tennisplätze des TuS Empelde, die zwischen dem C-Platz und der Marie-Curie-Schule liegen. Ein Spielfeld hat der TuS Empelde in der Vergangenheit bereits in Boule-Spielfelder umgewandelt und betreibt darauf eine florierende Sparte und eine Arbeitsgemeinschaft mit der Marie-Curie-Schule. Die zukünftige Bestimmung und Nutzung der Tennisfelder hängt unter anderem von dem genauen Flächenbedarf der neuen Grundschule ab. Noch hat die Politik nicht darüber entschieden, ob die Einrichtung zwei- oder dreizügig gebaut werden soll, das heißt, wie viele Klassenräume tatsächlich benötigt werden. 

Bliebe noch genug Grundfläche übrig, bestünde aus Sicht Zehlers die Möglichkeit neue Nutzungsmöglichkeiten zu schaffen, die die beiden Schulen, wie auch die Vereine gemeinschaftlich nutzen könnten. Frühere Planungen des TuS Empelde, an dieser Stelle Felder für Beachvolleyball oder -handball zu errichten, könnten dann in die Planung mit einfließen, so der Verwaltungsmitarbeiter. 

Von Uwe Kranz


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Ronnenberg ist ...

  • ... eine Stadt südwestlich von Hannover mit sieben Ortsteilen und 23.000 Einwohnern.
  • ... eine frühere Bergbauhochburg. 1894 war die erste Tiefbohrung für das Kaliwerk Hansa-Silberwerk in Empelde.
  • ... bekannt für die Michaeliskirche, deren Ursprünge auf das Jahr 882 zurückgehen.
  • ... gleich mit drei S-Bahnhöfen ausgestattet: Ronnenberg, Empelde und Weetzen.
  • ... 6x pro Woche Thema in der Calenberger Zeitung, die als Heimatzeitung in Ronnenberg der Neuen Presse beiliegt. Im Abo und am Kiosk - ohne Mehrkosten.