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Nachrichten Kindergarten-Plätze reichen nicht aus
Region Ronnenberg Nachrichten Kindergarten-Plätze reichen nicht aus
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00:28 17.06.2018
Der Kindergarten an der Bröhnstraße in Weetzen hat den Betrieb bereits aufgenommen. Quelle: Uwe Kranz
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Ronnenberg

Die gute Nachricht zum Thema Kinderbetreuungseinrichtungen kommt aus Weetzen. Der Erweiterungsbau in der Bröhnstraße, in der eine weitere Kindergartengruppe mit 25 Jungen und Mädchen untergebracht ist, hat den Betrieb im April aufgenommen. Nur der Außenspielfläche fehlt noch der letzte Schliff. Den Gesamtbedarf im Stadtgebiet kann die Verwaltung damit aber nicht abdecken. „Einen Anspruch hat jeder“, beschrieb Erster Stadtrat Kölle die rechtliche Lage der Eltern. „Das werden wir aber nicht bedienen können.“

Verschiedene Probleme erschweren der Stadt, die Ansprüche der Eltern zu erfüllen. Da ist zunächst die Novellierung des Paragrafen 64 des Niedersächsischen Schulgesetztes, mit der der Einschulungsstichtag flexibilisiert wurde. Demnach können für Kinder, die zwischen dem 1. Juli und dem 30. September das 6. Lebensjahr vollenden, künftig die Erziehungsberechtigten entscheiden, den Schulbesuch um ein Jahr hinauszuschieben. Im Stadtgebiet wollen nach ersten Erhebungen neun Eltern diese Möglichkeit nutzen, deren Kinder dann ein Jahr länger einen Kindergarten besuchen werden.

Dazu kommt der zeitliche Verzug beim Bau der kirchlich geführten Kita in Ronnenberg (25 Kindergarten-Plätze). Diese sollte im August 2018 ihren Dienst aufnehmen, kann aber voraussichtlich erst im ersten Quartal 2019 an den Start gehen. Statistisch fehlen der Stadt damit für das kommende Kindergartenjahr in den Stadtteilen Benthe, Empelde und Ronnenberg insgesamt 57 Betreuungsplätze. „Dass alle Eltern ihre Wünsche erfüllt bekommen, davon sind wir derzeit weit entfernt“, räumte Bürgermeisterin Stephanie Harms im Bildungsausschuss der Stadt ein. Erst die Fertigstellung der Kita am Seegrasweg in Empelde soll die Unterdeckung beenden. Dort entstehen voraussichtlich bis Sommer 2019 drei Kindergarten-Gruppen mit 75 Plätzen und eine Krippengruppe für 25 Kinder.

Die Stadt setzt derzeit alles daran, die tatsächliche Nachfrage zu ermitteln, erklärte Kölle. Bislang könne sie zumindest alle berufstätigen Eltern entsprechend bedienen. „In der Praxis gibt es Fälle, bei denen es nicht passt. Hier versuchen wir individuelle Lösungen zu finden“, sagte er. Auch Tagespflegeeinrichtungen, die von Privatpersonen betrieben werden, spielen bei der Lösung des Problems eine Rolle. Diese Bemühungen kommen beim Stadtelternrat gut an. „Wir wissen die Zusammenarbeit mit der Stadt zu schätzen“, sagte dessen Vertreterin im Ausschuss, Anke Kleemann.

Von Uwe Kranz

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