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Region Ronnenberg Nachrichten Wird das Alter zum Problem für den Rat?
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14:21 05.10.2018
Hendrik Albers (von links), Stephanie Harms, Karin Reinelt und Thomas Bensch. Quelle: Uwe Kranz
Ronnenberg

Politik ist nur etwas für alte Leute. So oder so ähnlich hält sich bei vielen jungen Menschen ausdauernd ein Vorurteil. Als „alte Leute“ muss man die Mitglieder des Rates der Stadt Ronnenberg noch längst nicht bezeichnen, und nach der letzten Kommunalwahl gab es in dieser Bürgervertretung auch eine ganze Reihe von neuen Gesichtern. Doch ausgerechnet die drei jüngsten haben den Rat nun aus privaten Gründen verlassen oder stehen kurz vor dem Absprung. Bekommt der Rat damit ein Altersproblem?

Für überraschte Gesichter hat der AfD-Fraktionsvorsitzende Felix Teichner in der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause gesorgt, als er sein Ausscheiden ankündigte und eine Abschiedsrede hielt. Aus familiären Gründen musste er kurzfristig seinen Wohnort wechseln. Mit einem ersten Wohnsitz außerhalb der Stadtgrenzen, ist er aber nicht mehr berechtigt seinen Sitz im Rat auszuüben.

Direkt nach der Sommerpause folgte Hendrik Albers, Vorsitzender der SPD-Abteilung Ihme-Roloven, Linderte, Vörie. „Schweren Herzen“ musste auch er sein Ratsmandat niederlegen, da er bei der Familienplanung auf der Suche nach geeignetem Bauland lediglich in Bad Münder fündig geworden war.

Immer seltener ist indes Dustin Jung persönlich anwesend, wenn die Entscheidungen im Stadtrat getroffen werden. Sein Mandat für die Freien Wähler ruhte in der Vergangenheit während zahlreicher Auslandsaufenthalte. Gerade weilt der Student und Buchautor für ein halbes Jahr im afrikanischen Ghana und wird deshalb zumindest die kommende Sitzung am 7. November erneut verpassen. Für das kommende Jahr hat er zudem angekündigt, ein Studium der internationalen Beziehungen in Berlin beginnen zu wollen. Damit müsste er sein Mandat dann wohl auch endgültig abgeben.

Bürgermeisterin Stephanie Harms sieht in dieser Entwicklung zumindest die Gefahr für den Rat, Themen junger Menschen im Blick zu behalten. Viele Ratsmitglieder hätten doch schon eher als Großeltern Berührungspunkte mit diesem Personenkreis. „Das Jugendparlament als beratendes Mitglied des Rates wird auf diese Weise noch wichtiger“, stellte die Bürgermeisterin fest.

Das Jupa habe sich in den ersten Monaten seit seiner Wahl bereits als Sprachrohr der Jüngeren bewährt, meint Harms. „Die Mitglieder des Jupa sind sehr aktiv und gehen mit offenen Augen durch die Stadt“, lobt die Bürgermeisterin. Das gelte im Übrigen auch für den Seniorenbeirat, der sich in gleicher Weise bewährt habe. Auf diese Weise seien bereits viele Themen, beispielsweise zur Verkehrssicherheit, an den Rat, die Ausschüsse und die Verwaltung herangetragen worden.

Und vielleicht erwächst aus dem Kreis der Jugendvertretung im Laufe der Jahre auch noch der eine oder andere Jungpolitiker, der den Altersdurchschnitt im Stadtrat auch wieder senken kann.

Von Uwe Kranz

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