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Nachrichten Ronnenberg: Wasserqualität ist mangelhaft
Region Ronnenberg Nachrichten Ronnenberg: Wasserqualität ist mangelhaft
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00:16 02.12.2018
Auch so genannte Wasserlenker wurden in das Bett der Ihme eingebaut. Quelle: privat
Ronnenberg

Trotz vieler Maßnahmen in den vergangenen Jahren zur Verbesserung der Wasserqualität in den Bächen und der Ihme, gilt diese immer noch als mangelhaft. Das hat die Stadtverwaltung im Ausschuss für Stadtplanung am Mittwoch als Reaktion auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion eingeräumt. Allerdings erwartet die Verwaltung im kommenden Jahr neue verwertbare Zahlen.

Gerade beim Oberflächenwasser in den Bächen wie im Hirtenbach oder in der Ihme betreibt die Stadt keine eigenen Messstellen und ist auf Ergebnisse aus der Stadt Hannover angewiesen. Diese würden dann entsprechend interpoliert auf das Ronnenberger Stadtgebiet übertragen, erklärte Andrea Unterricker vom Team Ökologie. Nach den jüngsten Messungen gilt die Wasserqualität demnach chemisch als mangelhaft.

Helfer der NABU-Gruppe Ronnenberg fällen Bäume an der Ihme und bereiten so die Renaturierung eines mehr als 400 Meter langen Flussabschnittes vor. Quelle: Carsten Fricke

In den vergangenen Jahren hat die Stadt im Zusammenarbeit mit verschiedenen Vereinen und Verbänden allerdings zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität vorgenommen. Diese benötigten allerdings nach Expertenmeinung Jahre, bis sie einen messbaren Erfolg erzielten, erklärte Unterricker. Deshalb sei man nun auch gespannt, was die Ergebnisse im kommenden Jahr beschreiben.

Für den Nabu war Rainer Tubbe, Naturschutzbeauftragter der Stadt, an der Renaturierung des Ihmeufers beteiligt. Er stellte fest, dass es auf dem Stadtgebiet keine Schutzwassereinleitungen in die Oberflächengewässer mehr gebe. Auch betreibe Ronnenberg selbst keine Kläranlage. Eine solche befinde sich allerdings direkt hinter der Gemeindegrenze zu Wennigsen, wo es in der Vergangenheit zu einigen Problemen gekommen sei.

Der Naturschutzbund überprüft den Fischbestand und die Artenvielfalt in der Ihme Astrid Wendt von der Stadtverwaltung, Rainer Tubbe (Zweiter von links) vom Nabu und Dirk Schmidt von der ALG lassen sich vom Fischereibiologen Matthias Emmrich (rechts) die bei der Elektrobefischung auffindbaren Arten zeigen. Quelle: Ingo Rodriguez

Biologisch gibt vor allem die Ihme in jüngster Vergangenheit ein besseres Bild, führte Tubbe aus. Das sei das Ergebnis einer Elektrobefischung aus dem vergangenen Sommer. Demnach erfülle das Gewässer in Sachen Artenreichtum die Kriterien der Güteklasse 2.

Bei zweiten abgefragten Teil, der Grundwasserqualität, konnte Unterricker detaillierte Angaben machen. Demnach gibt es zwei Messstellen zwischen Empelde und Ronnenberg, die bezüglich auf Schadstoffe wie Nitrate und auch auf Keime unbedenkliche Werte erbringen würden. Die Frage der Grünen nach der Belastung durch multiresistente Keime konnte Unterricker indes nicht beantworten. Diese würde an den Messstellen nicht untersucht.

Bahnübergang wird voll gesperrt

Der derzeit halbseitig gesperrte Bahnübergang an der Nenndorfer Straße in Empelde soll vom 3. bis 21. Dezember voll gesperrt werden. Wolfgang Zehler, Fachbereichsleiter der Stadtverwaltung, hatte dies während der Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung am Mittwochabend bereits angekündigt. Die Avacon habe durchblicken lassen, dass diese Maßnahme für die aktuellen Arbeiten benötigt werde. In einer Mitteilung nannte das Unternehmen am Donnerstagnachmittag Sicherheitsaspekte zur Begründung. „Fußgänger, Radfahrer sowie der Linienverkehr sind davon nicht betroffen. Eine örtliche Umleitung ist ausgeschildert“, heißt es in der Mitteilung. Laut Zehler soll es zudem für Lastwagen eine Ausnahmeregelung geben. Überdies werde geprüft, wo im Wohnpark und in der Löwenberger Straße für die Zeit der Umleitung Halteverbotszonen sinnvoll seien, sagte er dem Ausschuss.

Nicht zufrieden mit den Ausführungen zeigte sich Andreas Beichler von der Grünenfraktion. Es sei höchst bedenklich, dass man in Ronnenberg so wenig über die Qualität der Gewässer weiß. Die Schwierigkeiten steckten in den gesetzlichen Grundlagen entgegnete Wolfgang Zehler, Fachbereichsleiter der Stadt. Und diesbezüglich endeten die Bedenken aufgrund der Zuständigkeiten an der Stadtgrenze.

Von Uwe Kranz

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