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Nachrichten Polizei vermeldet Rekord-Aufklärungsquote
Region Ronnenberg Nachrichten Polizei vermeldet Rekord-Aufklärungsquote
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16:14 19.03.2019
Erfreuliche Bilanz: Christoph Badenhop (von links), Angela Mies, Stefan Brüning und Oliver Müller. Quelle: Tobias Welz
Ronnenberg

Christoph Badenhop zeigte sich sehr gut gelaunt. Immerhin konnte der Leiter des Polizeikommissariats (PK) Ronnenberg bei der Vorstellung der polizeilichen Kriminal-Statistik für das Jahr 2018 erfreuliche Zahlen verkünden: „Wir haben sinkende Fallzahlen bei steigender Aufklärungsquote“, sagte Badenhop mit Blick seinen Zuständigkeitsbereich, der Ronnenberg, Hemmingen, Gehrden und Wennigsen umfasst. „Wenn ich im Bereich unseres Kommissariats wohnen würde, könnte ich nachts sehr gut schlafen.“

Viele Autoaufbrüche in Arnum

Einzig die gesunkene Aufklärungsquote im Bereich schwerer Diebstahl an oder aus Kraftfahrzeugen bereite ihm noch Kopfzerbrechen: „Die Täter agieren hochprofessionell, und die Spurenlage ist leider nicht immer gut“, wirft Stefan Brüning, Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes in Ronnenberg, ein wenig entschuldigend ein. Speziell im Hemminger Ortsteil Arnum hatte es im vergangenen Jahr vermehrt Polizeimeldungen zu Autoaufbrüchen gegeben.

Zahl der Straftaten sinkt auf 3103

Grund zum Verstecken gibt es für die Polizei, die in Gehrden, Hemmingen, Ronnenberg und Wennigsen – und damit insgesamt für rund 72.000 Einwohner – zuständig ist, aber nicht: „Mit 69,06 Prozent wurde 2018 die bisher höchste Gesamtaufklärungsquote im Polizeikommissariat Ronnenberg erreicht“, rechnete Badenhop vor. 3103 Straftaten habe das PK im Erhebungszeitraum registriert, 2017 waren es noch 3438 gewesen. Davon lassen sich 453 den sogenannten Rohheitsdelikten (2017: 470) zuordnen – also Raub, Körperverletzung, Stalking, und weitere. In diesem Bereich bringt es das Kommissariat sogar auf eine Aufklärungsquote von 97,2 Prozent (2017: 95,23).

Wohnungseinbrüche bleiben Schwerpunktthema

Ein Schwerpunktthema der übergeordneten Polizeiinspektion (PI) Garbsen und des Kommissariats Ronnenberg ist und bleibt 2019 der Bereich Wohnungseinbrüche: „Und das trotz deutlich rückläufiger Fallzahlen“, betont Badenhop. Bei dieser Entscheidung spiele insbesondere das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen eine Rolle. Immerhin würden Verbrecher, die in Wohnungen einbrechen, in einen „sehr intimen Bereich vordringen“. Bearbeitet werden gemeldete Wohnungseinbrüche in einer zentralen Ermittlungseinheit der PI Garbsen. „Nichtsdestotrotz beobachten wir im PK die Entwicklungen und leisten viel Präventionsarbeit“, sagt Brüning.

Im Bereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte zählt die Polizeistatistik 2018 genau 702 Fälle – 90,74 Prozent davon wurden aufgeklärt. Zu dem Bereich gehören auch der sogenannte Enkeltrick und Betrügereien durch falsche Polizisten: „Bearbeitet werden diese Fälle jedoch vom Zentralen Kriminaldienst in Hannover“, sagt Badenhop.

Delikte mit Betäubungsmitteln nehmen zu

Schließlich zeige die Statistik 2018 noch einen nicht unerheblichen Anstieg im Bereich der registrierten Betäubungsmitteldelikte: In den vergangenen fünf Jahren gab es demnach im Durchschnitt 128 angezeigte Straftaten, 2018 waren es 164 (plus 28,13 Prozent). Meistens handele es sich hierbei um Fälle, in denen „weiche Drogen“ eine Rolle spielten, so Brüning. Badenhop fügte hinzu: „Das bedeutet jedoch nicht, dass es auch einen Anstieg beim Konsum gegeben habe.“ In dem Bereich sei im Bereich des Kommissariats 2018 allerdings vermehrt kontrolliert worden.

Die neue Verkehrs- und Unfallstatistik für den Bereich Gehrden, Hemmingen, Ronnenberg und Wennigsen wird voraussichtlich Ende März vorgestellt.

Mehr Polizeimeldungen aus Ronnenberg gibt es hier.

Mehr Polizeimeldungen aus Hemmingen gibt es hier.

Mehr Polizeimeldungen aus Gehrden gibt es hier.

Mehr Polizeimeldungen aus Wennigsen gibt es hier.

Von Tobias Welz

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