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Die Helfer des Natursschutzbundes und des Kapellenvorstandes schneiden auf dem Grundstück der Kapelle Wildwuchs und Geäst zurück.

Die Helfer des Natursschutzbundes und des Kapellenvorstandes schneiden auf dem Grundstück der Kapelle Wildwuchs und Geäst zurück.
© Ingo Rodriguez

Ihme-Roloven

Nabu hilft der Kirche und den Meisen

Der Naturschutzbund (Nabu) Ronnenberg im Doppeleinsatz: In Ihme-Roloven haben Helfer gemeinsam mit dem Kapellenvorstand auf dem Areal des Gotteshauses Wildwuchs und Geäst zurückgeschnitten. In der Fachwerkscheune stand bei den Nabulinos Nistkastenbau auf dem Programm.

Ihme-Roloven.  Förderung der Artenvielfalt und umweltbewusste Grünpflege: Der Naturschutzbund (Nabu) Ronnenberg hat bei einem Doppeleinsatz in Ihme-Roloven innerhalb von nur etwa drei Stunden gleich zwei wirksame Beiträge zur Stabiliserung der ökologischen Verhältnisse geleistet. Während Nabu-Helfer gemeinsam mit Mitgliedern des Kapellenvorstands einen Vormittag lang auf dem Areal des Gotteshauses an der Hannoverschen Straße Wildwuchs beseitigten, unterstützten weitere Mitglieder des Vereins in der wenige Meter entfernten Nabu-Fachwerkscheune gleichzeitig die Jungen und Mädchen der Nachwuchsgruppe Nabulinos beim Bau von Nistkästen geholfen.

„Der Kapellenvorstand macht beim regelmäßigen Dorfputz immer wieder auf dem Kapellengrundstück Grünpflege, aber jetzt kam uns die Hilfe des Nabu bei einer Sonderaktion besonders entgegen“, sagte die Vorsitzende der Kapellengemeinde, Claudia Hykel. Die Kapelle sei zuletzt völlig eingewachsen und von Ihme aus kaum noch zu sehen gewesen, begründete sie den Extra-Einsatz, zumal im Februar kein störendes Blattwerk die Arbeit erschwere. Das Problem: Die Kapelle gehöre der Kirche, das Grundstück jedoch der Stadt. „Und dort gibt es personell kaum Kapazitäten für zusätzliche Unterhaltunsarbeiten.“ Mit den Motorsägen und den erfahrenen Helfern der Ortsgruppe sei es auch möglich gewesen, ausuferndes Geäst fachgerecht zurückzuschneiden. „Toll, dass der Nabu uns unterstützt hat“, sagte Hykel. Sogar die Entsorgung des Grünschnitts sei vom Nabu mit einem Trecker und einem Anhänger erledigt worden. „Der Vorsitzende Rainer Tubbe ist auch Landwirt und hat eine Grüngutannahmestelle“, sagte Hykel.

Helfer des Natursschutzbundes und des Kapellenvorstandes laden Wildwuchs und Geäst für den Abtransport auf einen Anhänger

Helfer des Natursschutzbundes und des Kapellenvorstandes laden Wildwuchs und Geäst für den Abtransport auf einen Anhänger.

Quelle: Ingo Rodriguez

Die Helfer waren noch mit dem Aufladen der Sträucher und Äste beschäftigt, da hatten die Nabulinos in der nahezu benachbarten Fachwerkscheune mithilfe erfahrener Nabu-Kräfte schon acht Nistkästen zusammen gebaut.

Die Jungen und Mädchen aus der Nabu-Nachwuchsgruppe Nabulinos präsentieren in der Fachwerkscheune mit ihrer Gruppenleiterin Heike Matz (oben) d

Die Jungen und Mädchen aus der Nabu-Nachwuchsgruppe Nabulinos präsentieren in der Fachwerkscheune mit ihrer Gruppenleiterin Heike Matz (oben) die fertigen Nistkästen.

Quelle: Ingo Rodriguez

„Die Bausätze und das Material wurden auch vom Nabu zur Verfügung gestellt“, sagte Nabulinos-Gruppenleiterin Heike Matz. Jedem Kind habe beim Nageln und Hämmern ein Erwachsener hilfreich zur Seite gestanden. „Deshalb ging es so schnell. Nun gibt es acht neue Brutstätten für Meisen im Dorf“, sagte Matz.

Von Ingo Rodriguez


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Ronnenberg ist ...

  • ... eine Stadt südwestlich von Hannover mit sieben Ortsteilen und 23.000 Einwohnern.
  • ... eine frühere Bergbauhochburg. 1894 war die erste Tiefbohrung für das Kaliwerk Hansa-Silberwerk in Empelde.
  • ... bekannt für die Michaeliskirche, deren Ursprünge auf das Jahr 882 zurückgehen.
  • ... gleich mit drei S-Bahnhöfen ausgestattet: Ronnenberg, Empelde und Weetzen.
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