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Nachrichten Beim TTV Linderte haben seit 50 Jahren die Frauen das Sagen
Region Ronnenberg Nachrichten Beim TTV Linderte haben seit 50 Jahren die Frauen das Sagen
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00:20 30.05.2018
Seit 50 Jahren dem TTV treu verbunden: Helga Kowaltschik (von links), Helga Gerlt und Herma Heims. Quelle: Marcel Sacha
Linderte

Mittlerweile sind beim Tischtennisverein Linderte die Männer in der Überzahl. Der Tischtennisverein verfügt derzeit über drei Herren-Mannschaften, die Frauen müssen sich mit einer Mannschaft begnügen. Doch diese Verteilung der Geschlechter war nicht immer so. Daran hat die Vereinsvorsitzende Herma Heims am Sonnabend anlässlich der Jubiläumsveranstaltung zum 50-jährigen Bestehen des TTV erinnert.

Aufnahmen von TTV-Spielerinnen aus dem Jahr 1984. Quelle: Privat

„Unter den 15 Gründungsmitgliedern waren nur Frauen“, erinnerte sie sich vor den rund 50 anwesenden Vereinsmitgliedern und Ehrengästen, unter denen sich sogar drei Frauen der ersten Stunde befanden. Mit Herma Heims und Helga Kowaltschik sind zwei von ihnen bis heute im Verein aktiv, Helga Gerlt ist zwar kürzlich ausgetreten, doch war als Gründungsmitglied zur Feier des Tages dennoch gern gesehener Gast im Dorfgemeinschaftshaus.

Am 27. Mai 1968 wurde Kowaltschik als Vorsitzende des TTV gewählt. „Ich wollte mich auch in einem Verein engagieren“, berichtete sie. Doch im damals beliebten Schützenverein hätte ihr Mann sie nicht dabei haben wollen, sagte Kowaltschik. Ihr Mann habe ihr gesagt, sie solle sich einen eigenen Verein suchen. „Das habe ich dann auch gemacht“, sagt sie unter dem Gelächter der Gäste.

Die Spieler präsentieren ihre neuen Trikots. Quelle: Marcel Sacha

Doch schon bald traten auch die ersten Männer dem Linderter Tischtennisverein bei und die Zahl der Mitglieder wuchs stetig. Doch in den Vorstand haben sich bis heute nur wenige Herren der Schöpfung getraut. Auf das erste Punktspiel mussten die Linderter allerdings einige Jahre warten. „Wir hatten lediglich selbstgebaute Platten“, berichtete die Vereinsvorsitzende Heims. Diese ließ der Verband als offizielles Sportgerät nicht zu. So professionalisierte sich der TTV nach und nach und steig zwischenzeitlich sogar mit einer Mannschaft in die Bezirksliga auf. Mittlerweile schwingen 42 Männer und Frauen den Schläger im Dorfgemeinschaftshaus, der Spielstätte des TTV. Leider mangele es den Ping-Pong-Spielern wie so vielen anderen Vereinen an Nachwuchs, sagte Heims. „Dennoch bin ich sehr stolz auf das, was wir in den vergangenen 50 Jahren geleistet haben“, sagte sie.

Von Marcel Sacha

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