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Deutliche Botschaft für Kinder, Jugendliche und Eltern: Rüdiger Waldeck setzt sich künftig auch mit einem neue Banner gegen den Missbrauch von Alkohol und Drogen ein.

Deutliche Botschaft für Kinder, Jugendliche und Eltern: Rüdiger Waldeck setzt sich künftig auch mit einem neue Banner gegen den Missbrauch von Alkohol und Drogen ein.
© Ingo Rodriguez

Empelde

TuS-Jugend betrachtet Handball ganz nüchtern

Der Handballjugendförderkreis Empelde hat eine neue Aufklärungskampagne gestartet, um Kinder und Jugendliche vor den Folgen von Alkoholmissbrauch zu warnen. Denn: Laut einer aktuellen Studie ist der Trend besorgniserregend.

Empelde.  Ganz gemütlich beim Spiel der Kinder zugucken und dabei ein kühles Bier oder Alster trinken? Bei Handballspielen der Nachwuchsmannschaften des Turn- und Sportklubs (TuS) Empelde läuft das so nicht. „Auch an Eltern und andere Erwachsene wird bei unseren Heimspielen kein Alkohol ausgeschenkt“, sagt Rüdiger Waldeck. Er ist der Vorsitzende des Handballjugendförderkreises Empelde. Der Förderverein setzt sich seit seiner Gründung vor neun Jahren gezielt gegen Alkoholmissbrauch von Jugendlichen und Kindern ein. Mit großer Besorgnis hat Waldeck jetzt die Ergebnisse einer aktuellen Studie der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK) zur Kenntnis genommen. Demnach sind im vergangenen Jahr wieder deutlich mehr Jungen und Mädchen im Alter zwischen zehn und 20 Jahren mit Alkoholvergiftungen in Krankenhäuser eingeliefert worden.

Waldeck bestärkt das, mit dem Förderkreis auch künftig gezielt auf Aufklärung und Prävention zu setzen. In Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat er deshalb wieder eine neue Plakataktion gestartet. „Uns wurde für unser Engagement gegen Alkohol- und Drogenmissbrauch ein riesiges Banner gesponsort, das ich vor allen Heimspielen der Nachwuchsteams in der Halle aufhänge“, sagt Waldeck und präsentiert die große Stoffbotschaft. „Kinder stark machen – für ein Leben ohne Sucht und Drogen“ – so lautet darauf die Aufforderung, die sich der Förderkreis aber schon seit Jahren auf seine Fahnen geschrieben hat. Unsprünglich hatte er diesen Verein mit dem Ziel gegründet, den Nachwuchs bei der Anschaffung von Trikots zu unterstützen. Vor sechs Jahren habe ihn dann aber sehr gestört, dass bei den Nachwuchsspielen an Eltern auch Alkohol ausgeschenkt wurde. „Man sollte mit gutem Beispiel voran gehen. Einen Papa nimmt man doch viel lieber in den Arm, wenn er keine Bierfahne hat“, sagt der 74-Jährige.

Das Engagement des Förderkreises geht aber noch viel weiter: Bei den Heimspielen werden Plakate mit Warnungen vor den Folgen von Missbrauch aufgehängt. Außerdem verteilt Waldeck auf der Tribüne Infobroschüren  mit aufklärenden Wissensfragen über die Wirkung von Alkohol. In diesem Jahr hat der Förderkreis zudem die Anschaffung von neuen Trikots für die C- und B-Jugend an Bedingungen gekoppelt: Die Nachwuchshandballer müssen an einem Kurs teilnehmen, der auf Folgen von Missbrauch aufmerksam macht. Experimente mit Rauschbrillen seien so angelegt, dass die Auswirkung von Alkohol auf die Sehfähigkeit simuliert werde, so Waldeck. „Die Jugendlichen müssen sich auch an Regeln halten. Kein Alkohol unmittelbar vor, während und nach dem Training oder Spiel, auch nicht beim Zuschauen und bei Mannschaftsfahrten“, sagt Waldeck.

Sein Einsatz hat längst Aufmerksamkeit erregt. Im Sommer wurde ihm für seine ehrenamtliches Engagament im Sport die Ehrennadel der Stadt in Gelbgold verliehen. Was Waldeck aber noch viel mehr bedeutet, bringt Roger Pauly von der HSG Wennigsen/Gehrden/Bredenbeck auf den Punkt: „Ich kenne keinen Verein, der bei Jugendspielen noch Alkohol ausschenkt.“

Von Ingo Rodriguez


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