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Nachrichten Grundschule Ronnenberg hat ein Platzproblem
Region Ronnenberg Nachrichten Grundschule Ronnenberg hat ein Platzproblem
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00:26 28.05.2018
Den Gang neben dem Lehrerzimmer möchte Schulleiter Thomas Stark zu Lehrerarbeitsplätzen umbauen lassen. Quelle: Uwe Kranz
Ronnenberg

Schulleiter Thomas Stark hat ein wichtiges Anliegen: Im Zuge des Umbaus im Verwaltungstrakt der Grundschule Ronnenberg möchte er für sein Kollegium eine möglichst gute Arbeitsatmosphäre schaffen. Gleichzeitig droht der Schule nach Prognosen des zuständigen Fachbereichsleiter der Stadt, Torsten Kölle, aufgrund der Geburtenzahlen der vergangenen Jahre schon bald eine Raumnot. Schule und Verwaltung ringen deshalb derzeit darum, was tatsächlich benötigt wird und wie das realisiert werden kann.

Der verwinkelte Bau am Kirchhof steht unter Denkmalschutz. Maßgebliche Veränderungen hat es hier in den vergangenen Jahren nicht gegeben. „Die politischen Parteien haben ihre Hausaufgaben nicht gemacht. Sie haben sich nicht um die Entwicklung der Schule gekümmert“, klagt Stark. Dem widerspricht Kölle: Die Stadt weise seit Jahren auf den Umstand hin, dass es als nächstes in Ronnenberg zu einer Raumnot kommen kann. „Aber erstmal mussten wir das größte Loch schließen“, sagt er. Bei der Gebäudebestandsanalyse im Jahr 2006 habe sich ergeben, dass sich dieses größte Loch in Empelde aufgetan hat. Dort wird ab 2020 eine neue, zweite Grundschule gebaut. Für Ronnenberg müssten nun neue Szenarien für eine Lösung entwickelt werden.

Seit Beginn der vergangenen Osterferien wird mithilfe von Fördergeld der Verwaltungstrakt der Grundschule umgebaut. 580.000 Euro beträgt dabei das Investitionsvolumen. Aufgrund eines Planungsfehlers wurde die Umgestaltung des Lehrerzimmers jedoch zunächst gestoppt. Ein Raum erwies sich in der Realität kleiner als in den Plänen vorgesehen. Seither wird ein geeigneter Platz für EDV-Arbeitsplätze der Lehrer, die Aufbewahrung von Medien und für Elterngespräche gesucht. Eine Planungskommission der Schule sieht diesen in einem Klassenraum, der Stark und Co. derzeit entbehrlich erscheint. Die Lage dieses Raumes, im ersten Stock des so genannten Anbaus, ist optimal. „In erster Linie geht es darum, Schule zu machen“, sagt der Schulleiter. Die Umsetzung dieser Pläne trügen dazu bei, dass sich die Möglichkeiten der Lehrer verbessern, „pädagogisch zu arbeiten“.

Bei einer Gesprächsrunde am Mittwoch mit Beteiligung der schulischen Planungskommission und Vertretern der Verwaltung beharrte Stark auf dieser Variante. Die Stadt hielt dem die prognostizierten Schülerzahlen der kommenden Jahre entgegen. Nach Kölles Schätzungen werde der umstrittene Klassenraum bereits im Schuljahr 2019/2020 für eine zusätzliche Klasse benötigt. „Wir müssen sehen, was die Schule vertragen kann“, sagt der Erste Stadtrat. „Dabei hat aber die Beschulung der Kinder Priorität.“

Die Verwaltung prüfe nun, inwieweit die Forderungen der Schulleitung realisierbar sind, erklärt Kölle. „Ich bin mir sicher, dass alle Seiten an einer gedeihlichen Lösung interessiert sind.“

Von Uwe Kranz

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