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Das Feuerwehrhaus in Benthe soll nach dem Willen des Ortsrates überpfüft werden.

Das Feuerwehrhaus in Benthe soll nach dem Willen des Ortsrates überpfüft werden.© Sacha

Ronnenberg

Feuerwehrhaus: Ortsrat stimmt für Prüfung des Bedarfs

Euphemistisch beschreibt Ortsbrandmeister Carsten Ebel das Benther Feuerwehrgerätehaus als „süß“. Mit anderen Worten: Es ist zu klein. Mit Wohlwollen hat Ebel daher den Beschluss des Ortsrates zur Kenntnis genommen, die Stadtverwaltung damit zu beauftragen, die Möglichkeiten eines Neubaus zu prüfen.

Benthe. Sowohl Grüne als auch der CDU-Ortsverbandsvorsitzende Gerald Müller stimmten für den entsprechenden Antrag der SPD-Fraktion, während sich Henning Bitter (CDU) seiner Stimme enthielt und Holger Garbe (FDP) gegen eine Bestandsaufnahme votierte.

Das Feuerwehrgerätehaus befinde sich „nicht mehr in einem zeitgemäßen Zustand“, sagte Manfred Wilke (SPD). „Die Kameraden haben mittlerweile Probleme, ihrer Aufgabe nachzugehen.“ Dies bestätigte Ortsbrandmeister Ebel. So mangele es derzeit nicht nur an ausreichend Platz für die Einsatzkräfte, sondern auch für das Einsatzfahrzeug. Zudem würden Hygienevorschriften nicht eingehalten, beispielsweise aufgrund fehlender Duschräume und einer sogenannten Schwarz-Weiß-Trennung, also der räumlichen Trennung von Bereichen, die nur mit sauberer oder dreckiger Kleidung betreten werden dürfen.

FDP-Mann Garbe verwies auf den aktuellen Feuerwehrbedarfs- und Entwicklungsplan der Stadt, wonach derzeit an keinem Standort ein Aus- oder Neubau des Feuerwehrhauses notwendig sei. Vielmehr gehe er davon aus, dass der Antrag der SPD aus parteipolitischen Gründen erfolgt sei, da der Einsatz für die Feuerwehr immer gut bei der Bevölkerung ankomme.

Wilke erwiderte dem Liberalen, dass der Antrag ausdrücklich trotz der Mängelauflistung nicht die Forderung nach einem Neu- oder Ausbau darstelle, sondern lediglich für eine Bestandsaufnahme und Prüfung von Alternativen plädiere. Die Ergebnisse sollen in den für das Jahr 2020 geplanten neuen Bedarfs- und Entwicklungsplan einfließen.

Von Marcel Sacha


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