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Nachrichten Anwohner der Kalihalde äußern ihre Bedenken
Region Ronnenberg Nachrichten Anwohner der Kalihalde äußern ihre Bedenken
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15:19 28.09.2018
Frank Nickel (Zweiter von links) erklärt den Besucher das Konzept der Halde in Empelde. Quelle: Uwe Kranz
Empelde

„Wir würden gerne schnips machen und das Ding ist so fertig wie hier.“ Mit diesem Satz hat ein Teilnehmer der Begehung des Waldberg in Empelde die Gemütslage der Anwohner der Ronnenberger Kalihalde beschrieben. Gegen eine Renaturierung an sich hat kaum jemand etwas einzuwenden. Allerdings wird bei den ersten Planungsgedanken, die sich die Verantwortlichen der Firma Menke Umwelt Service Ronnenberg gemacht haben von einer Betriebsdauer von 20 bis 30 Jahren ausgegangen. In dieser Zeit müssen die Anwohner mit Staub- und Lärmemmisionen rechnen. Umzumutbar, finden die Ronnenberger.

Zu dem Spaziergang über den frühere Kaliberg in Empelde wollten Eigentümer und Menke-Gesellschafter Frank Nickel sowie Stefan Entrup, Geschäftsführer der Firma, den Ronnenbergern das Ergebnis der jahrzehntelangen Arbeiten präsentieren. Dazu waren allerdings nur die direkten Anreiner der Ronnenberger Halde eingeladen worden. Andere Anlieger haben sich allerdings die Gelegenheit nicht nehmen lassen, den Verantwortlichen ihre Bedenken zu schildern.

Nickel erklärte in diesem Zusammenhang, dass die Arbeiten in Empelde, die 1982 begonnen haben, unmittelbar vor dem Ende stünden. “Wir ziehen gerade die letzte Böschung“, sagte er. Im März 2019 werden deshalb Schluss sein mit den Einlagerungen auf dem so genannten Waldberg. „Vielleicht auch schon Weihnachten“, sagte der Eigentümer.

Das Problem in Ronnenberg ist die bis dicht an die Halde heranreichende Wohnbebauung. „Darauf müssen wir erheblich mehr Rücksicht nehmen, als das hier der Fall war“, räumte Nickel ein. Er deutete an, dass man den Anwohnern in Bezug auf die tägliche Lärmbelastung entgegen kommen könnte. Noch mehr Ängste äußerten die Besucher aber in Bezug auf die Zusammensetzung des einzulagernden Bauschutts. Da nicht das Deponie- sondern das Bergrecht gelte, sind deutlich höhere Schadstoffanteile zulässig, erklärte ein Ronnenberger. Die Einlagerungen würden streng behördlich überwacht, hielten die Gastgeber entgegen.

Denn Vorwurf, auf der Halde eine kommerzielle Bauschuttdeponie betreiben zu wollen, konnte und wollte Entrup nicht widersprechen: „Wir sind nicht gemeinnützig“, sagt er.

Von Uwe Kranz

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