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Region Ronnenberg Nachrichten Weihnachtsausstellung mit acht Künstlern
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13:09 30.11.2018
Dieter Götze (von links), Bärbel Erbstößer, Kristina Henze, Wolfgang Roggemann und Bernd Pallas gehören zu den acht Künstlern, die ihre Werke ab Sonntag ausstellen. Quelle: Uwe Kranz
Benthe

Mit einer Weihnachtsausstellung aller Mitglieder lässt der Kunstraum Benther Berg das Veranstaltungsjahr ausklingen. Allerdings haben die Künstler Bärbel Erbstößer, Dieter Götze, Francesco Lamazza, Kristina Henze, Rainer Janssen, Nigel Packham, Bernd Pallas und das neue Mitglied Wolfgang Roggemann dazu noch einmal groß aufgetragen. Unter dem merkwürdigen wie verheißungsvollen Titel „Staubgold“ zeigen alle acht Mitglieder eigene Werke und machen dabei die unterschiedliche Herangehensweise an das Thema deutlich. Die Ausstellung in den Räumen des Vereins, Bergstraße 3, in Benthe wird am Sonntag, 2. Dezember um 11 Uhr eröffnet.

Da die Arbeiten aber unter dem Titel „Staubgold“ zusammengefasst sind, werde dem Aspekt „Staub“ ebenfalls Raum gegeben und wecke so ganz andere Assoziationen, erklärt Henze. Staub ist vergänglich, Gold hält ewig.

„Bei einigen der ungegenständlichen Arbeiten zeigt sich der Einfluss der vergangenen sonnigen Tage, als das Licht durch die gelbgefärbten Blätter strömte und die Bäume in ein grünes Gold tauchte“, erzählt Henze. Auf einem anderen Bild zergliedert ein goldener Lichtstrahl eine dunkle Fläche in Streifen, die der Besucher als eine nächtliche Landschaft empfinden kann oder als ein tiefes Gewässer, das erhellt wird.

Die Bandbreite ist vielfältig: Monochrome rote Bilder entwickeln beim intensiven Betrachten eine starke Wirkung und lassen den Besucher an die Farbe der leuchtenden Sonne denken, an rotes Gold. Der Traum von dem edlen Metall, der die Menschen schon immer erfüllte, wird aber auch in feinen Collagen dargestellt, in denen neben Naturmaterialien kleine vergoldete Kostbarkeiten eingearbeitet sind. Und selbst die ironisch-satirische und sozialkritische Sichtweise auf Gold ist verwirklicht, und der Besucher kann sich überzeugen: Es ist nicht alles Gold, was glänzt.

„Gold spielt bewusst oder unbewusst für jeden eine Rolle“, sagt Henze. Aber auch Staub setzt sich überall ab, verhüllt, ist flüchtig und diffus. Die einzelnen Partikel sind nicht fassbar, bewegen sich schwebend wie feiner Puderstaub oder flockig aufwirbelnd wie honiggelber Blütenstaub. Staub kann aber auch als lästig empfunden werden, er setzt sich in allen Ritzen fest, so die Gedanken der Künstlerin bei der Themensuche.

Staub und Gold, ein unauflösbarer Kontrast? Die Antwort auf diese Frage können Besucher sich zwischen den Bildern und Skulpturen selbst auf die Suche machen und schauen, wie die Künstler mit ihrem Werkzeug Pinsel, Cutter, Stifte diesem Widerspruch begegnet sind. Zur Eröffnung am Sonntag können die Besucher zudem mit den Künstlern direkt ins Gespräch über ihre Werke kommen – und bei Gefallen auch einige erwerben.

Die Ausstellung ist Sonntag, 16. Dezember, sonnabends und montags von 15 bis 17 Uhr sowie sonntags von 11 bis 17 Uhr, geöffnet.

Von Uwe Kranz

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