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Nachrichten Schulwald wird noch dieses Jahr gepflanzt
Region Pattensen Nachrichten Schulwald wird noch dieses Jahr gepflanzt
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00:16 29.09.2018
Die Schüler der Calenberger Schule und der KGS Pattensen arbeiten gemeinsam am künftigen Schulwald: Carmelo (14, von links), Luca (14), Lara (14), Miriana (14), Johanna (14), Shakira (14), Jaqueline (15) und Paulina (15). Quelle: Tobias Lehmann
Pattensen

Das Motto lautet: „1000 Schüler – 1000 Bäume“. Die Kinder und Jugendlichen der Calenberger Schule und der Ernst-Reuter-Schule (KGS) in Pattensen werden gemeinsam am 12. Dezember die Bäume für den geplanten Schulwald pflanzen. Unterstützung bekommen sie dabei von der Stiftung Zukunft Wald. Der gemeinsame Kooperationsvertrag soll im Oktober unterzeichnet werden. Die Stiftung wird dann auch die Bäume spenden. „Wir rechnen damit, dass wir in fünf Jahren hier bis zu fünf Meter hohe Bäume stehen haben“, erläuterte KGS-Lehrer Timo Stiehl. Die Bäume werden auf einer rund 2000 Quadratmeter großen Fläche südlich des Neubaus gepflanzt.

Die 14-jährige KGS-Schülerin Jaqueline erläuterte, dass die Bäume nicht wie es früher üblich war, in Reihen gepflanzt werden, sondern wild verteilt. „So wie es in der Natur eben ist“, sagte sie. Stiehl ergänzte, dass am Ende auch nicht 1000 Bäume in dem Schulwald stehen werden. „Die stärksten werden sich durchsetzen und den kleineren Bäumen schließlich das Licht nehmen“, sagte er. Vor allem sollen Eichen angepflanzt werden, aber auch Linden sowie Kirsch- und Apfelbäume. „Dann können die Schüler im Sommer auch mal Kirschen aus dem Schulwald und im Herbst Äpfel essen“, sagte Stiehl.

Zusätzlich sollen Hecken gepflanzt und Blühstreifen angelegt werden. Blühstreifen bestehen aus unterschiedlichen Pflanzen, die als Lebensraum für Insekten besonders geeignet sind. „Sie benötigen auch keine große Pflege und müssen lediglich einmal im Jahr gemäht werden“, sagte Stiehl. Eng begleiten werden das Projekt die KGS-Schülerinnen Jaqueline, Johanna, Paulina und Shakira aus dem Kurs Global Goals. Dort werden von den Schülern mehrere Projekte bearbeitet. „Wir haben dieses ausgewählt“, sagte Johanna und erläuterte weiter, dass die Schülerinnen das Projekt regelmäßig auch fotografisch dokumentieren und die Fortschritte in einer speziellen Smartphone-App festhalten wollen. Dabei werden sie eng mit den Schülern der Calenberger Schule zusammen arbeiten.

Langfristig geplant ist, ein sogenanntes Trittstein-Biotop bis hin zur Brücke über den Hüpeder Bach anzulegen. Ein Trittstein-Biotop hilft Insekten, ihren Flugradius zu erweitern. „Viele Wildbienen können nicht weiter als 150 Meter fliegen. Sie würden also von den Blühstreifen im Schulwald kaum bis zum Bach kommen“, sagte Stiehl. Durch regelmäßig verteilte Biotop-Inseln, auf denen sie zeitweilig pausieren können, bekommen sie die Möglichkeit, auch größere Strecken zurückzulegen. Stiehl stellt sich für den Bereich rund um den Bach ein Auenwäldchen vor. „Dann kann der Schulwald in den Auenwald und schließlich in die vorhandenen Waldstrukturen übergehen, und wir haben ein sehr diverses Biotop“, sagte er.

Von Tobias Lehmann

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