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Nachrichten Grundschulen: Ist der Bestand gesichert?
Region Pattensen Nachrichten Grundschulen: Ist der Bestand gesichert?
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15:40 17.01.2019
Die Leinetalschule in Jeinsen ist gemessen an der Zahl der Schüler die teuerste Grundschule im Stadtgebiet. Quelle: Kim Gallop
Pattensen

Wie entwickelt sich die Schullandschaft in Pattensen in den nächsten Jahren? Diese Diskussion müssen Pattensens Politiker in diesem und im nächsten Jahr führen. Aktuell liegt der politisch einstimmige Beschluss aus dem Jahr 2015 vor, dass alle vier Grundschulen im Stadtgebiet bis zum Schuljahr 2020/2021 bestehen bleiben. Unabhängig von pädagogischen Aspekten hat die Verwaltung in einer Kosten-Leistungsrechnung die Grundschulen in Hüpede, Jeinsen, Pattensen-Mitte und Schulenburg unter die Lupe genommen. Daraus geht hervor, dass die Stadt in die vier Grundschulen im Jahr 2017 insgesamt 887 000 Euro investiert hat.

Die Grundschulen in Zahlen im Jahr 2017:

Grundschule Pattensen, 380 Schüler, 420 000 Euro, 47 Prozent der Gesamtkosten für die Schulen.

Grundschule Schulenburg, 80 Schüler, 167 000 Euro, 19 Prozent.

Grundschule Hüpede, 63 Schüler, 158 000 Euro, 18 Prozent.

Grundschule Jeinsen, 41 Schüler, 142 000 Euro, 16 Prozent.

Dass die größte Grundschule im Stadtgebiet auch die höchsten Kosten verursacht, verwundert nicht. Allerdings kehrt sich das Bild um, wenn die Kosten anteilig pro Schulplatz betrachtet werden. Dann fällt auf, dass die Kosten eines Schulplatzes in Jeinsen etwa dreimal so hoch sind wie in Pattensen-Mitte. In Schulenburg und Hüpede sind sie etwa doppelt so hoch.

Die Stadt ist verpflichtet, ausreichend Grundschulplätze im gesamten Stadtgebiet zur Verfügung zu stellen. Die Wahl der Standorte ist dabei aber offen. Das niedersächsische Kommunalverfassungsgesetz schreibt generell das sogenannte Minimal-Prinzip vor. Das heißt, dass ein vorgegebenes Ziel mit dem geringstmöglichen Aufwand erreicht werden soll. Die Stadt kann allerdings als Ziel nicht nur die ausreichende Versorgung mit Schulplätzen definieren, sondern gleichzeitig zum Beispiel auch kurze Schulwege. So könne dann auch ein weiterer Bestand der kleinen Grundschulen gerechtfertigt werden. Die Verwaltung weist darauf hin, dass eine künftige Bewertung auch unter Berücksichtigung eines Stadtentwicklungskonzept erfolgen sollte.

So wäre es zum Beispiel sinnvoll, künftige Baugebiete in die Überlegungen einzubeziehen. In Schulenburg wird zurzeit südwestlich des Ortsausgang ein Neubaugebiet für rund 20 Grundstücke erschlossen. In Jeinsen soll dieses Jahr das Neubaugebiet Zum Holze mit mehr als 20 Grundstücken entstehen. Für Pattensen-Mitte hat sich der Rat 2018 für die Ausweisung des rund zehn Hektar großen Baugebiets Mühlenfeld ausgesprochen.

Die Verwaltung wird den Bericht in der Sitzung des Ausschusses für Schul- und Bildungsangelegenheiten am Mittwoch, 23. Januar, vorstellen. Die öffentliche Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im Rathaus.

Von Tobias Lehmann

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