Navigation:
Krone und Zepter sind die Prunkstücke der Ausstellung.

Krone und Zepter sind die Prunkstücke der Ausstellung.
© Patrice Kunte

Schulenburg

Sonderausstellung rund um die Krone endet bald

Wer noch nicht da war, sollte sich beeilen: Die Sonderausstellung „Der Weg zur Krone“ auf Schloss Marienburg endet endgültig am Sonnabend, 23. Dezember.

Schulenburg.  Wer sie noch nicht gesehen hat, oder sie gerne nochmal genießen möchte, muss sich ranhalten: Die Sonderausstellung „Der Weg zur Krone“ auf Schloss Marienburg endet am Sonnabend, 23. Dezember. Dann macht das Schloss auf dem Marienberg in Schulenburg eine kurze Winterpause. Dann werden die Kronjuwelen wieder an einem sicheren Ort verwahrt, und Besucher haben jetzt die letzte Chance, sie noch einmal zu sehen.

Vor mehr als drei Jahren war mit der Eröffnung der Ausstellung „Der Weg zur Krone – Das Königreich Hannover und seine Herrscher“ auf Schloss Marienburg die hannoversche Königskrone nach 148 Jahren in ehemals welfisches Herrschaftsgebiet zurückgekehrt. Seit Mai 2017 werden die Königskrone nebst Zepter und Brautkrone erstmals nach dem Ende des Königreichs Hannover im Jahre 1866 auf dem Welfenschloss gemeinsam gezeigt. Wenn die Schau Ende kommender Woche ihre Tore für immer schließt, werden nach Angaben der Schlossverwaltung beinahe 100 000 Menschen die Ausstellung besucht haben.

Wintersaison auf dem Welfenschloss

Wer im Dezember Schloss Marienburg besucht, taucht ein in ein Wintermärchen. Die Winter-Märchen-Führungen für die Kleinen sind zwar immer schnell ausgebucht, aber auch die Erwachsenen sind eingeladen, sich verzaubern zu lassen. Sie können sich der Illusion hingeben, die königliche Familie von Georg V. bereite sich auf das Weihnachtsfest vor. Das Schloss und seine Gemächer sind festlich geschmückt und hier und da scheinen die Königin oder ihre Töchter gerade ihre Arbeiten für einen kurzen Moment unterbrochen zu haben. 

Bis Sonnabend, 23. Dezember, gibt sich das Schloss herausgeputzt. Schon der festlich geschmückte Innenhof kündet von der Adventszeit, ein Kinderschlitten aus vergangenen Zeiten zeugt vom Wintervergnügen der Kleinen und überall glitzert und leuchtet es. Teilnehmer der Schlossführung werden angesichts der weihnachtlich dekorierten Festtafel im Speisesaal vielleicht schon Bratenduft in der Nase haben. Im Salon der Königin ist für die Tea Time gedeckt und im Boudoir nebenan schien gerade jemand Weihnachtskarten zu schreiben. Im Salon der Prinzessinnen mögen die Hofdamen just Geschenke eingepackt und sich so manches Histörchen erzählt haben. Die Kamine sind mit Efeugirlanden verziert, Lichterketten und ganz viel Organza lassen die Räume erstrahlen, während überall schon verheißungsvolle Geschenkpakete zu sehen sind.

 Auch das Schloss Restaurant ist weihnachtlich geschmückt und lockt mit einem winterlichen Speisenangebot wie Gänsebrust oder Grünkohlgerichten. Der Schloss Shop ist ebenfalls geöffnet und bietet zahlreiche Geschenkideen für das Weihnachtsfest. gal

Die eindrucksvollen Besucherzahlen dokumentieren die starke Anziehungskraft der gesamten Ausstellung, die spektakuläre Exponate und einen außergewöhnlichen Blick auf 300 Jahre Welfengeschichte, insbesondere auf das Königreich Hannover, bietet. Etwa 15 Prozent der Besucher kamen aus dem Ausland - in erster Linie aus Großbritannien, den Niederlanden, Skandinavien und Osteuropa. Aber auch Besucher aus Asien, vor allem aus China, waren interessiert, die verschlungenen Wege der Welfen, des ältesten Fürstengeschlechts Europas, bis zur britischen Staatskrone Georgs I. und schließlich zur Hannoverschen Königskrone kennen zu lernen.

Weihnachten bei Königs

Weihnachten bei Königs: Die Gemächer sind festlich geschmückt.

Quelle: EAC GmbH

Anlass für die Ausstellung, die im April 2014 von Stephan Weil, Ministerpräsident des Landes Niedersachsen, His Royal Highness Prince Michael of Kent, Mitglied des englischen Königshauses, und Ernst August Erbprinz von Hannover eröffnet worden ist, waren zwei Jubiläen: Vor 300 Jahren begann die Personalunion, in der das Kurfürstentum Hannover (spätere Königreich Hannover) und das Königreich Großbritannien durch gemeinsame Könige aus dem Hause Hannover miteinander verbunden waren. Die Gründung des Hannoverschen Königreiches lag 200 Jahre zurück. 

Als Partner der Niedersächsischen Landesausstellung 2014 „Als die Royals aus Hannover kamen“, nahm Schloss Marienburg ebenfalls Bezug zur bedeutenden Ära der Personalunion. Zwar entstand das neugotische Schloss auf dem Marienberg erst 1858, aber über seine Geschichte und seine Bewohner ist es eng mit den englischen Königen aus Hannover und dem heutigen englischen Königshaus verbunden. Im Mittelpunkt der Ausstellung „Der Weg zur Krone“ steht die Zeit des Hannoverschen Königreichs von 1814 bis 1866. 

In den neun Räumen des Königinnenflügels mit herrlichem Blick auf das Leinetal illustrieren etwa 70 Exponate den konsequent verfolgten Weg der Welfen zur länderübergreifenden Königswürde. Die Ausstellungsstücke aus dem Besitz des Welfenhauses, darunter viele, die erstmals gezeigt werden, zeugen von aufregenden und politisch bedeutenden Zeiten. Auch zahlreiche Gemälde und private Gegenstände sind damit der Öffentlichkeit wieder zugänglich. 

Hauptattraktion und Herzstück der Ausstellung sind die kulturhistorisch herausragenden Insignien des Königreichs Hannover: Erstmals seit dem Ende des Königreichs Hannover im Jahre 1866 werden die Königskrone nebst Zepter und Brautkrone auf hannoverschem Boden gemeinsam gezeigt. In Deutschland war die Königskrone mit dem Zepter nach dem Tod von König Ernst August im Jahr 1851 bisher nur ein einziges Mal, nämlich 1997 in der Ausstellung „Victoria & Albert“ im Deutschen Historischen Museum in Berlin, zu sehen. Nach 148 Jahren ist das 1843 gearbeitete Prunkstück in ehemals welfisches Herrschaftsgebiet zurückgekehrt.

Bis Sonnabend, 23. Dezember, ist Schloss Marienburg von Mittwoch bis Sonntag, 11 bis 16 Uhr, geöffnet. Die Ausstellung „Der Weg zur Krone“ ist im Rahmen einer 40-minütigen Führung zugänglich. Eine vorherige telefonische Anmeldung unter Telefon (05069) 348000 wird empfohlen. Die Führung kostet für Erwachsene 7 Euro, Kinder und Jugendliche zwishen 6 und 17 Jahren kosten 6 Euro, Kinder bis 5 Jahre sind frei. Eine Kombiführung (Schlossführung und Ausstellung „Der Weg zur Krone“) kosten 13 Euro (Erwachsene), 11 Euro (Kinder und Jugendliche, Kinder bis 5 Jahren frei. 

Von Kim Gallop


Anzeige

Pattensen ist ...

  • ... mit knapp 14.000 Einwohnern die kleinste Stadt in der Region Hannover.
  • ... ehemalige Heimat von Nationalspieler Per Mertesacker.
  • ... mit der Marienburg ein beliebtes Ausflugsziel.
  • ... Standort für ein großes Briefzentrum der Deutschen Post.
  • ... 6x pro Woche Thema in den Leine-Nachrichten, die als Heimatzeitung in Pattensen der Neuen Presse beiliegen. Im Abo und am Kiosk - ohne Mehrkosten.