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Nachrichten Schüler setzen an zwei Tagen Zeichen für den Frieden 
Region Pattensen Nachrichten Schüler setzen an zwei Tagen Zeichen für den Frieden 
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00:21 20.05.2018
Die Lehrer Maurice Laurenz ( von links), Lisanne Buchholz, Renate Kawena, Mirjam Gerull und Andreas Ulrich haben für die rund 1000 Schüler zahlreiche Workshops organisiert. Quelle: Stephanie Zerm
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Pattensen-Mitte

 Das hat es so an der Ernst-Reuter-Schule (KGS) in Pattensen noch nicht gegeben: Zwei Tage lang beschäftigen sich die rund 1000 Schüler und 90 Lehrer mit Fragen, die dem Frieden und der Völkerverständigug dienen sollen. „Es sind die ersten Projekttage, die alle Schüler gemeinsam in dem neuen Schulgebäude wahrnehmen“, sagt Schulleiter Andreas Lust-Rodehorst. Denn in der vergangenen Woche sind mit den Außenanlagen die letzten Arbeiten an dem Neubau abgeschlossen worden. „Daher wollen wir mit den Projekttagen auch feiern, dass nun alles fertig ist.“

Dazu hat die Schule ein ganz besonderes Programm auf die Beine gestellt. Von Donnerstag bis Freitag, 31. Mai bis 1. Juni, ist der aus Buxtehude stammende  Künstler Frank Rosenzweig an der Schule zu Gast, der bereits zahlreiche Projekte an Schule in der ganzen Welt durchgeführt hat. Mit ihm und seinem Team können die Schüler an mehreren Workshops teilnehmen, die ihnen einen Weg zum friedlichen Umgang mit anderen Kulturen weisen sollen. Unter dem Motto „Viele Kinder – eine Welt“ hat die Schule gemeinsam mit dem Künstler mehrere Angebote ausgearbeitet, die Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Nationalitäten an der Ernst-Reuter-Schule erreichen sollen. „Die Integration der Flüchtlingskinder an unserer Schule ist uns ein besonderes Anliegen“, sagt Renate Kawena, Fachbereichsleiterin Ästhetik.

Dazu gibt unter anderem einen Workshop für Porträtmalerei, bei dem sich rund 30 Schüler unter Anleitung von Frank Rosenzweig gegenseitig malen können. Die Porträts werden später als Daueraustellung in der Schule gezeigt. Bei einer Klanginstallation und in einer Videogruppe sprechen Schüler verschiedener Herkunft den Satz „Viele Kinder – eine Welt“ in ihrer jeweiligen Muttersprache. Die Sätze werden aufgezeichnet und anschließend von Frank Rosenzweig in ein Projekt integriert, das bei den Vereinten Nationen ausgestellt wird.

Schüler komponieren eigenen Song zum Thema Frieden

Außerdem werden die Schüler Weltfriedensflaggen gestalten, einen eigenen Song zur Völkerverständigung komponieren und eine Tanzperformance zu dem Thema „Vom Konflikt zur Freundschaft – Fremde werden Freunde“ erarbeiten. Eine Mediengruppe berichtet über alle Workshops auf dem Blog „Ist das unser ERNST?“

Zusätzlich gibt es an beiden Tagen Klassenprojekte zum Thema „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. „Dazu unterrichten Schüler Schüler“, sagt Lehrerin Lisanne Buchholz. „Dazu gehen Schüler des Profilkurses Gesundheit und Soziales aus dem 10. Jahrgang in die Klassen 5, 6, 7 und 8 und beschäftigen sich dort mit den Themen Rassismus und Diskriminierung sowie mit Fragen nach der Integration von Flüchtlingen.“

 Der 9. Jahrgang widmet sich dem Thema „Global Goals“. „Einige Grupen gestalten den Schulgarten, andere machen Palettenmöbel oder kochen vegan“, sagt die stellvertretende Schulleiterin Mirjam Gerull.

Auftakt für die Projekttage ist am Mittwochabend, 30. Mai, ab 18 Uhr ein großes Sommerkonzert. „Dabei präsentieren alle musikalischen Gruppen und verschiedene Einzelinterpreten der Schule ihre musikalischen Projekte“, sagte Maurice Laurenz, Fachbereichsleiter Religion, Werte und Normen. Zu hören sein werden unter anderem die Bigband, die Bläserklassen sowie verschiedene Rockbands.

Am Donnerstag, 31. Mai, beginnt außerdem um 9 Uhr im Pattenser Freibad der bereits traditionelle Schultriathlon der Jahrgänge 5, 7 und 10. 

Am Freitag, 1. Juni, können sich alle Interessierten von 10 bis 12 Uhr unter dem Motto „Offene Schule“ die Projektarbeiten der Schüler ansehen.

Höhepunkt der Projekttage ist am Freitag ab 15 Uhr die Verleihung des Prädikats „Schule ohne Rassismus“ vom Kultusministerium. Voraussetzung dafür sei unter anderem gewesen, dass die Mehrzahl der Schüler und Lehrer dazu eine Selbstverpflichtung unterschreiben. „Dies haben mehr als 70 Prozent getan“, berichtet Lisanne Buchholz. Außerdem habe die Schule einen Paten für das Projekt finden müssen. „Die Patenschaft hat der Künstler Frank Rosenzweig übernommen“, sagt Buchholz.

Nach der Prädikatsverleihung stellen die Schüler interessierten Besuchern ihre Projekte vor, die sie an den zwei Tagen erarbeitet haben.  

Stadt will neues Gebäude nach den Sommerferien einweihen

Die offizielle Einweihung des neuen Schulgebäudes hat die Stadt Pattensen für den Auftakt des neuen Schuljahres geplant. Die Feier, wie ursprünglich vorgesehen, am Freitagnachmittag, 1. Juni, zum Abschluss der Projekttage auszurichten, sei zeitlich nicht optimal, erklärte Stadtsprecherin Andrea Steding. „Wir wollen alle am Bau beteiligten Firmen, die Vertreter aus der Politik, die den Neubau beschlossen haben, sowie alle interessierten Pattenser zu der Einweihungsfeier einladen.“ Da die meisten aber berufstätig seien, sei der Termin am Freitagnachmittag nicht so günstig. „Wir wollen das lieber am Wochenende machen, wenn die meisten Menschen auch Zeit haben.“

Zudem sei das Programm der Schule am Freitag bereits sehr umfassend. „Wir wollen das lieber als Einzelveranstaltung machen und dabei auch Führungen durch das neue Schulgebäude anbieten“, sagte Steding. Den genauen Termin für die offizielle Einweihungsfeier werde die Stadt rechtzeitig bekannt geben. zer

Von Stephanie Zerm

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