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Region Pattensen Nachrichten Hundefreund vermisst Auslaufplatz
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13:46 16.04.2019
In Schulenburg - wie im Bild die an der Thomaskirche - werden die Hundestationen von der UWG finanziert und betreut. Quelle: Kim Gallop
Pattensen

Seit Beginn des Monats müssen Hunde beim Gassi-Gehen an die Leine genommen werden. Sie könnten sonst in der noch bis Mitte Juli andauernden Brut- und Setzzeit brütenden Vögeln und anderen Tieren wie Rehkitzen und Junghasen gefährlich werden oder ihnen zumindest Stress bereiten. Das sieht auch Arnd Stiel so, doch der Rechtsanwalt und Rhetorik-Lehrer, der an der Straße Hornfeld in Pattensen-Mitte lebt, würde seinen Vierbeiner trotzdem gerne mal frei laufen lassen, was in Pattensen jedoch nicht möglich ist: Es gibt im gesamten Stadtgebiet keine offiziellen Auslaufflächen, wie Stadtsprecherin Renate Riedel bestätigt. Für Stiel angesichts der zunehmenden Zahl von Einwohnern – und damit auch der Hundehalter – „eine Fehlentwicklung“.

Laut Stadtsprecherin Riedel ist der Stadtverwaltung noch keine größere Nachfrage gemeldet worden. Nach ihren Angaben steht aber auch keine für einen öffentlichen Hundeauslaufplatz geeignete Fläche zur Verfügung. Außerdem wäre ein solches Areal auch mit einem nicht unerheblichem Pflegeaufwand verbunden, gibt sie zu bedenken.

Freilaufflächen sind privat organisiert

Eine von der Kommune festgelegt Freilauffläche für Hunde, wie es sie an mehreren Stellen in Hannover gibt, fehlt im Stadtgebiet von Pattensen. Allerdings gibt es private Initiativen. In Hüpede gibt es den Hundefreilauf Hildesheim (hundefreilauf-hildesheim.de), der auf einem etwa 4500 Quadratmeter großen eingezäunten Gelände betrieben wird. Gäste, auf Gruppen, können dort gegen Terminabsprache und eine Spende – die an den Tierschutz im Ausland geht – ihre Tiere frei laufen lassen. In Schulenburg leiten Susanne und Carsten Böckmann den Hundetreff, bei dem sich Hundehalter mit ihren Tieren sonntags am Vormittag auf einem eingezäunten Grundstück auf dem Betriebsgelände der Firma Flohr treffen können.

In Pattensens Nachbarkommune Springe gibt es an der Oppelner Straße, unweit des dortigen Wertstoffhofs, den von einer privaten Interessengemeinschaft organisierten Hundegarten Springe (hundegarten-springe.de). gal

Neben Auslaufflächen vermisst Stiel auch Behälter mit Hundekotbeuteln im öffentlichen Raum. Die hat es früher mal in Pattensen in größerer Stückzahl gegeben. An diesen sogenannten Hundestationen lassen sich die Plastiktüten kostenlos entnehmen, außerdem gibt es einen Behälter, in den die gefüllten Tüte geworfen werden kann. Ansonsten dürfen die gefüllten Hundekotbeutel in jeden öffentlichen Mülleimer und in den Hausmüll.

Doch als die hölzernen Ständer der städtischen Hundestationen verwittert waren, beschloss der Rat der Stadt im Jahr 2014, keine neuen aufzustellen. „Das hätte rund 10.000 Euro gekostet“, sagt Riedel. Danach konnte man die kleinen Plastiktüten noch eine Weile kostenlos im Rathaus und im Bürgerbüro abholen. Doch als der Vorrat der Stadt 2017 aufgebraucht war, wurde auch dieser Service eingestellt. Jetzt gibt es die sogenannten Hundestationen nur noch in Jeinsen und Schulenburg. Dort werden sie von den Mitgliedern der SPD Abteilung Jeinsen beziehungsweise von der Unabhängigen Wählergemeinschaft Schulenburg (UWG) finanziert und betreut. Nach Auskunft von Hans-Jörg Neef, SPD-Mitglied und stellvertretender Ortsbürgermeister von Jeinsen, werden im Jahr etwa 2000 Tüten verbraucht.

Von Thomas Böger und Kim Gallop

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