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Region Pattensen Nachrichten Ortsrat fordert Aufhebung der Schulbezirke
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00:27 03.06.2018
Sollen die Schulbezirke in Pattensen geöffnet werden? Das Bild zeigt die Leinetalschule in Jeinsen. Quelle: Gerko Naumann
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Jeinsen

Der Ortsrat in Jeinsen hat in der Sitzung am Mittwochabend einstimmig die Aufhebung der vier bestehenden Schulbezirke im Pattenser Stadtgebiet gefordert. Ortsbürgermeister Günter Kleuker (UWJ), der auch Mitglied des Pattenser Rats ist, hatte Ende vergangenen Jahres einen entsprechenden Antrag gestellt, der jetzt zunächst in allen Ortsräten diskutiert werden soll.

„Alle sind dagegen. Doch ich halte den Antrag aufrecht“, sagte er in der Sitzung. Damit bezog sich Kleuker darauf, dass sich die Leitungen der Grundschulen in Hüpede, Jeinsen und Pattensen-Mitte sowie der Stadtelternrat bereits gegen eine Aufhebung der Schulbezirke ausgesprochen haben.

Günter Kleuker erläuterte noch einmal sein Anliegen. „Es geht darum, dass ein Jahrgang der Grundschule in Pattensen-Mitte bereits jetzt fünfzügig ist. Weitere werden in den nächsten Jahren voraussichtlich folgen“, sagte er. Da die Schule aber offiziell vierzügig ist, sei dies auf Dauer nicht erlaubt. „Dieses Problem würden wir mit der Aufhebung der Schulbezirke lösen. Dann könnten die Kinder gleichberechtigt auf alle Grundschulen verteilt werden“, sagte er.

Dieter Alm (SPD) stimmte ihm zu: „Der Stadtteil Pattensen-Mitte wird noch weiter wachsen. Der Bedarf ist da.“ Somit müsse die Stadt in ein paar Jahren zwingend eine Entscheidung treffen. Sollte diese so aussehen, dass in Pattensen-Mitte möglicherweise eine zweite Grundschule gebaut und dafür die kleinen Grundschulen in Jeinsen und Hüpede geschlossen werden, habe Alm kein Verständnis dafür. „Wir brauchen dringend ein verlässliches Grundschulkonzept für diese Stadt“, sagte er.

Als vorübergehende Lösung schlug er vor, dass Koldingen und Reden, die jetzt zum Schulbezirk Pattensen-Mitte gehören, dem Schulbezirk Jeinsen zugeordnet werden. „Fahren müssen die Kinder sowieso“, sagte Alm. Für den entsprechenden Transport müsse die Region Hannover sorgen. Oliver Alt (UWJ) ging darauf ein. „Dass der Transport nicht zumutbar sei, ist kein Argument. Wir haben die entsprechende Infrastruktur und sollten sie nutzen“, sagte er. Die Region Hannover hatte auf Anfrage der Stadtverwaltung angemerkt, dass sie bei einer Aufhebung der Schulbezirke Transportwege für alle Kinder aus allen Stadtteilen zu allen vier Grundschulen ermöglichen müsste. Dies würde die Transportkosten erheblich steigern.

Oliver Alt ging auf die in der bisherigen öffentlichen Diskussion geäußerte Befürchtung ein, dass viele Eltern ihre Kinder nach einer Aufhebung der Schulbezirke bei der größten Grundschule anmelden würden, also in Pattensen-Mitte. Das könnte den kleinen Grundschulen schaden und würde die Kapazität der Grundschule in Pattensen-Mitte möglicherweise überlasten. „Das ist nicht unser Gedanke. Wenn eine Schule voll ist, sollte die Stadt als Schulträger nach einem bestimmten Verteilungsschlüssel entscheiden, auf welche Schulen die übrigen Kinder kommen“, sagte Alt.

Von Tobias Lehmann

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