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Die Regale in der KGS-Schulbücherei stehen ungenutzt herum.

Die Regale in der KGS-Schulbücherei stehen ungenutzt herum.
© Tobias Lehmann

Pattensen-Mitte

Weiter Streit um Bücherregale in der KGS

Der Streit um neue Regale für die Schulbibliothek der KGS geht weiter. Für eine Lösung gibt es noch keine Mehrheit im Rat.

Pattensen-Mitte.  Der Streit um die Regale in der Bibliothek der Ernst-Reuter-Schule (KGS) in Pattensen ist wieder neu entbrannt. Vor der Sitzung des jüngsten Rats am vergangenen Donnerstag gab es eine nichtöffentliche Besichtigung durch die Ratsmitglieder. Doch die hat keine einvernehmliche Lösung gebracht, sondern neuen Ärger.

Für den Neubau waren Regale geliefert worden, die aus Sicht der Schule ungeeignet sind, um darin Bücher aufzustellen. Es handelt sich um Industriegerale mit einer Tiefe von 80 Zentimetern ohne Mittel- oder Seitenbegrenzung. 100 Kisten mit Büchern stehen seit einem Jahr unausgepackt herum. Die Regale sollen mit Zwischenstegen ihrer Nutzung angepasst werden. Doch auch diese werden von der Schule abgelehnt.

Die Schule hatte vorgeschlagen, neue Regale anzuschaffen und das Geld aus einem anderen Topf zu nehmen. Mit diesen bereits engeplanten Mitteln sollten neue Stühle für die Schulaula angeschafft werden. Diese könnten später gekauft werden, sagt die Schule. Stadtsprecherin Andrea Steding gibt allerdings zu bedenken, dass die Kosten so dennoch steigen – nur etwas späer-

Zu der Begehung hatten sich auch zwei Vertreter der Schulleitung, eine Elternvertreterin sowie zwei Schülervertreter eingefunden  – offenbar zur Überraschung des Großteils von Stadt und Politik. Nach Darstellung von Stadtsprecherin Steding wollten die Ratsmitglieder bei der Besichtigung lieber unter sich sein. Dies wird zumindest von Jonas Soluk (CDU) zurück gewiesen. Es sei „völlig inakzeptabel, dass in einem auch unter den Ratsmitgliedern nicht abgestimmten Verfahren, Vertreter der Schule im wahrsten Sinne des Wortes vor der Tür stehen gelassen werden und im Falle der Schülervertreter bzw. der Elternvertreterin überhaupt nicht zu Wort kommen“, erklärte er. 

 Nur die Vertreter der Schulleitung durften bei der internen Runde kurz Stellung nehmen, die Eltern- und Schülervertreter mussten draußen warten. In der sich anschließenden öffentlichen Ratssitzung wurde das Thema mit keinem Wort erwähnt.

Die CDU und die SPD haben einen gemeinsamen Antrag gestellt. Sie fordern, neue Bücherregale anzuschaffen, die den Anforderungen der Schule entsprechen - in enger Absprache mit der Schulleitung. Dafür sollen die Haushaltsmittel verwendet werden, die für eine neue Bestuhlung der Aula eingelant sind. Neue Stühle sollen später angeschafft werden.

Die Unabhängigen Wähler von UWG und UWJ fordern eine andere Lösung, die keine weiteren Kosten verursacht: Entweder soll die KGS die mit den Zwischenstegen ausgestatteten Regal benutzen. „Sie würden funktionieren“, sagt Dirk Meyer, Sprecher der Unabhängigen. Wenn es doch neue Regale sein sollen, dann sollen die aus dem Budget der Schule bezahlt werden. Oder aus dem bereits eingeplanten Geld für die Aula-Stühle. Dann werden aber keine neuen Stühle angeschafft. „Es wird nichts nachfinanziert“, betont Meyer. Die Haltung der anderen Ratsfraktionen war bis Redaktionsschluss nicht zu erfahren.

Von Kim Gallop


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