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Region Pattensen Nachrichten Knappe Mehrheit stimmt für Neubaugebiet
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13:27 29.08.2018
Die SPD fordert die Ausweisung des Baugebiets Mühlenfeld. Quelle: Kim Gallop
Pattensen-Mitte

Der SPD-Antrag auf die Ausweisung des Neubaugebiets Mühlenfeld in Pattensen-Mitte hat in der Sitzung des Bauausschusses am Dienstagabend eine knappe Mehrheit bekommen. Die drei SPD-Mitglieder stimmten dafür, der Bündnisgrüne Michael Dreves und Rolf Kattenhorn (UWG/UWJ-Gruppe) sprachen sich dagegen aus. Die vier CDU-Mitglieder enthielten sich. Im Pattenser-Ortsrat in der vergangenen Woche hat der Antrag keine Mehrheit erreicht.

Matthias Wiesner (CDU) sagte, dass die AG Stadtentwicklung gerade ein Konzept für mögliche Neubaugebiete in der gesamten Stadt entwickele. „Grundsätzlich befürworten wir die Ausweisung neuer Baugebiete. Doch hier ist die SPD etwas zu schnell vorgeprescht“, sagte er. Dreves sagte, dass die Bündnisgrünen den Antrag in keinem Fall unterstützen werden, bevor keine Daten über die möglichen Folgekosten für die Stadt vorliegen. So müsse etwa geprüft werden, ob die Kapazität des Klärwerks für ein weiteres Neubaugebiet ausreicht und ob es genug Plätze in der Grundschule gibt.

Simone Köpper (SPD) sagte, dass dies auch dem Willen der SPD entspreche. „Wir haben in unserem Antrag auch formuliert, dass dies zunächst geprüft werden soll“, sagte sie. Ihre Partei sehe allerdings eine gewisse Dringlichkeit, weil die Region Hannover zurzeit ein Wohnraumversorgungskonzept erstelle. „Pattensen wird darin voraussichtlich vorgeschrieben, dass wir mehr bezahlbaren Wohnraum anbieten müssen. Mit unserem Antrag wollen wir jetzt bereits handeln und nicht anschließend wieder nur reagieren“, sagte Köpper.

Die SPD fordert in dem Antrag, dass in dem Neubaugebiet vordringlich bezahlbarer Wohnraum und Geschosswohnungsbau ausgewiesen wird. „Wir müssen in diesem Bereich unbedingt etwas unternehmen. 800 Quadratmeter große Villen haben wir in der Stadt jetzt langsam genug“, sagte Jörg Walkowiak (SPD) etwas spöttisch. Sein Parteikollege Jens Ernst ergänzte noch, dass auch die Chancen auf eine neue Bushaltestelle für das Baugebiet Pattensen-Mitte Nord steigen, wenn dort noch ein Baugebiet entsteht.

Dreves beantragte für die Bündnisgrünen, dass für dieses wie auch für künftige Baugebiete zunächst ein sogenannter Folgekostenrechner eingesetzt wird. Dabei handelt es sich um unter anderem von Hochschulen entwickelte und angebotene Programme, mit denen sich die Folgekosten eines Neubaugebiets für den kommunalen Haushalt darstellen lassen. Diesem Antrag stimmten acht Ausschussmitglieder zu. Walkowiak enthielt sich.

Von Tobias Lehmann

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