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Die Wohnungen an der Koldinger Straße können bald vermietet werden.

Die Wohnungen an der Koldinger Straße können bald vermietet werden.
© Kim Gallop

Pattensen-Mitte

Servicewohnen an der Koldinger Straße möglich

Der Standort für Discounter an der Koldinger Straße in Pattensen-Mitte bietet jetzt Wohnraum. Ab März sollen die barrierefreien Appartements vermietet werden.

Pattensen-Mitte.  Der Bau der Wohnungen an der Koldinger Straße 10 in Pattensen-Mitte ist fast abgeschlossen. Sie sollen ab März kommenden Jahres bezugsfertig sein. Das teilte auf Anfrage Eckhard Struß mit, Geschäftsführer des Hemminger Unternehmens Nobis Living, das für den Bau zuständig ist. 

Der Standort hat eine wechselvolle Geschichte erlebt: Dort war ursprünglich ein kleines Gewerbegebiet mit einem Aldi-Markt, dem Bekleidungsdiscounter Takko und dem Tierbedarf Fressnapf. Vorübergehend war in den ehemaligen Aldi-Hallen auch ein Baumarkt. Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise entwickelte Struß die Idee, am Standort der leerstehenden Märkte Wohnungen zu bauen. Sie sollten erst – finanziert über die Region Hannover – an Flüchtlinge vermietet werden. Später sollten sie als barrierefreie Appartements besonders Senioren ansprechen. Für diese Nutzung gibt es Aufzüge in die erste Etage.

Die Wohnungen an der Koldinger Straße können bald vermietet werden

Die Wohnungen an der Koldinger Straße können bald vermietet werden.

Quelle: Kim Gallop

Im April 2016 wurde mit dem Bau begonnen. In Rekordzeit wurden auf  den Flächen der ehemaligen Märkte neue und um ein Stockwerk höherer Bauten errichtet. Dabei wurde sogar eine innovative „mobile Baustelle“ eingesetzt, bei der die Wände nicht in Fabriken hergestellt und angeliefert, sondern vor Ort auf der Baustelle gegossen werden. Die Stadtverwaltung von Pattensen hatte das Projekt eng begleitet und zeitweise – als die Diskussionen um Probleme mit Flüchtlingen besonders heftig waren – einen Infopoint auf dem Gelände eingerichtet.

Inzwischen ist die Flüchtlingswelle abgeebbt. Die Menschen, die von der Region der Stadt Pattensen zugewiesen wurden, sind in anderen Häusern und Wohnungen untergebracht. Zuletzt mussten die Stadt und der Investor den vorab geschlossenen Mietvertrag für die Flüchtlngswohnungen auflösen. Ob und wieviel Geld dabei geflossen ist, darüber schweigen beide Seiten.

Der Stadt ist wichtig, dass sie nicht als Vermieter auftritt. Offenbar gab es schon einige Anfragen nach den Gebäuden, denen man ihren Ursprung als Indutriebauten nicht mehr ansieht. „Die Stadt hat keine Belegrechte“ betonte Bürgermeisterin Ramona Schumann. Sie freue sich aber  über diesen „Lückenschluss“. Die Wohnungen würden einen Bedarf decken, für den es in Pattensen bisher kein Angebot gibt.

Nach Auskunft von Struß soll die Vermarktung der 56 barrierefreien Wohnungen über die Nobis Hof GmH laufen. Die Appartements sind zwischen 41 und 55 Quadratmeter groß und haben entweder eine Terrasse oder einen Balkon. In der Miete ist ein Servicepaket enthalten zu dem unter anderem die Reinigung der Räume und Fenster gehört, die Nutzung von Gemeinschaftsräumen und ein Handwerkerservice.

Von Kim Gallop


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Pattensen ist ...

  • ... mit knapp 14.000 Einwohnern die kleinste Stadt in der Region Hannover.
  • ... ehemalige Heimat von Nationalspieler Per Mertesacker.
  • ... mit der Marienburg ein beliebtes Ausflugsziel.
  • ... Standort für ein großes Briefzentrum der Deutschen Post.
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