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Nachrichten Feldhamster bremst Schulwald aus
Region Pattensen Nachrichten Feldhamster bremst Schulwald aus
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17:32 11.03.2018
Die KGS in Pattensen. Quelle: Tobias Lehmann
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Pattensen

 Feldhamster bremsen die KGS Pattensen bei ihrem Vorhaben, einen Schulwald anzulegen. Eigentlich sollten im März die ersten Bäume gepflanzt werden. Doch die Untere Naturschutzbehörde der Region Hannover hat Bedenken geäußert. 

Das teilte der Erste Stadtrat, Axel Müller, in der Sitzung des Pattenser Schulausschusses am Mittwochabend mit. Die Fläche werde als potenzieller Lebensraum für den Feldhamster angesehen, der unter Artenschutz steht. 

In dem Bereich wurden in den vergangenen Jahren Materialien für den Bau der KGS gelagert. Müller sagte, er glaube nicht, dass auf der beanspruchten Fläche Hamster leben. „Das spielt naturschutzrechtlich aber keine Rolle. Wichtig ist, dass sich auf der Fäche möglicherweise Hamster ansiedeln könnten“, sagte er. 

Noch im Februar ging Schulleiter Andreas Lust-Rodehorst von den ersten Anpflanzungen im März aus. Die Bäume sollen auf einer rund 2000 Quadratmeter großen Fläche südlich des Neubaus gedeihen. Das Projekt soll mit der Calenberger Schule umgesetzt werden. 

Die Schüler hatten Ende 2016 in einem Workshop Ideen für den Schulwald gesammelt. So könnten darin ein Barfußpfad sowie Hütten und Sitzgelegenheiten angelegt werden. Zudem sollten einheimische Gehölte gepflanzt und eine Streuobstwiese angelegt werden. Der Wald könnte als Ruhezone, aber auch für den Biologie-Unterricht genutzt werden. „Durch diese Eingriffe könnte der Lebensraum des Hamsters eingeschränkt werden“, sagte Müller. Zudem befürchtet die Untere Naturschutzbehörde, dass sich in dem Wald Fressfeinde des Hamster ansiedeln. 

Schulleiter Lust-Rodehorst will jetzt einen Vertreter der Unteren Naturschutzbehörde für eine persönliche Besichtigung vor Ort einladen. Das wurde auch von den Kommunalpolitikern im Ausschuss befürwortet, die sich bereiterklärten, an dem Gespräch teilzunehmen. 

Schulbezirke: Ein weiteres Thema der Sitzung war die Auflösung der Schulbezirke. Auf Wunsch der Verwaltung wurde die Diskussion darüber vertagt. Sachgebietsleiterin Sylvia Düring sagte, dass es noch viele Facetten zu prüfen gebe und die Verwaltung dafür mehr Zeit brauche. Ausschussvorsitzender Matthias Friedrichs räumte der Leiterin der Grundschule Jeinsen, Renate Beblo, dennoch die Zeit ein, bereits eine Stellungnahme zu dem Thema abzugeben. Sie sagte, dass sie sich zuvor mit den Leitern der Grundschulen Hüpede und Schulenburg abgestimmt habe. „Wir sind dagegen. Es lässt sich schlicht nicht voraussehen, welche Folgen das haben wird“, sagte sie. So würden Eltern nach einer Auflösung der Schulbezirke zum Beispiel die Möglichkeit haben, ihr Kind an einer anderen Schule anzumelden, wenn es an einer nicht zurecht komme. „Doch das Kind auf einen Rundlauf durch alle Schulen zu schicken, löst häufig nicht das eigentliche Problem“, sagte sie. 

Ein Gast fragte, wer die Fahrkosten übernehme, wenn das Kind eine Schule außerhalb seines Heimatortes besuche –ganz abgesehen davon, ob es überhaupt eine öffentliche Transportmöglichkeit gebe. Düring kündigte an, dass die Verwaltung mögliche Konsequenzen und nötige Voraussetzungenprüfen werde und das Thema in der nächsten Sitzung des Schulausschusses vorgestellt und dann auch diskutiert werden soll. 

Ratsherr Günter Kleuker (UWG/UWJ) hatte ddie Auflösung der Schulbezirke beantragt. Hintergrund war, dass die Grundschulen in Hüpede und Jeinsen noch freie Plätze haben, während die Grundschule in Pattensen-Mitte ausgelastet sei. Ein Gast wies darauf hin, dass auch nach Auflösung der Schulbezirke nicht gesichert sei, dass Eltern aus Pattensen-Mitte ihre Kinder an den Schulen in Hüpede und Jeinsen anmelden. Ebenso könnte es passieren, dass Eltern aus Jeinsen und Hüpede ihre Kinder in Pattensen-Mitte anmelden und die kleinen Schulen so noch mehr Schüler verlieren. 

Von Tobias Lehmann

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