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Region Pattensen Nachrichten Bei der Helene-Fischer-Parodie gibt’s donnernden Applaus
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00:34 30.05.2018
Pointenreich, witzig, präzise: Die Hörbänd beim Auftritt in der Jeinser Kirche. Quelle: Achim von Lüderitz
Jeinsen

Eigentlich hätte man sie wegen der Verbreitung ausgelassener Stimmung und prächtiger Laune drankriegen können: Die A-cappella-Gruppe HörBänd aus Hannover sorgte bei den gut 120 Zuhörern in der Jeinser St.-Georg-Kirche für beste Unterhaltung und bleibende Eindrücke. „Oh, was für ein wunderschönes Geräusch“, freute sich „Bänd“-Mitglied Silas Bredemeier und meinte den Applaus, der nicht auf die Gruppe herunterplätscherte, sondern – im wahrsten Sinne des Wortes – herunterprasselte.

Seit dem Frühjahr 2014 begeistern die fünf Musiker aus Hannover – ohne Instrumente, Mikrofone und Lautsprecher – mit ihrem neuen Programm „Drünter und druber“ ihr Publikum mit einer Mischung aus bekannten Melodien und Eigenkompositionen von Klassik bis Pop. Dazwischen wortwitzen sie aufs Köstliche und glänzen durch ihre rhythmischen Bewegungen, die bei der Aufführung in Jeinsen manchmal etwas unbeholfen wirkten, aber präzise einstudiert waren.

„Vor dem Auftritt haben wir uns noch ein echtes Zweitligamenü gegönnt“, verriet Ohlsen, der mit seiner gewaltigen Bassstimme für die tiefen Töne zuständig ist: „Elf Hamburger“ habe es gegeben – eine Anspielung auf den inzwischen „kleinen“ HSV. Bei manchen Gags dauerte es bis zum nächsten Stück, bis man den hintergründigen Sinn richtig verstanden hatte. So auch bei Sängerin Alice Wohllust, die ein regelrechterer Lachkrampf schüttelte. Egal ob spontan oder doch einstudiert, auf jeden Fall herzerfrischend.

Die Sopranistin überzeugte mit ihrer glasklaren Stimme und umwerfenden Mimik, aber auch ihre Kollegen waren gut bis in die letzte Reihe der Kirche zu vernehmen. Ihre Parodie auf Helene Fischers „Herzklopfen“ wurde mehrfach durch donnernden Applaus unterbrochen. Aber auch ihre männlichen Kollegen konnten sich hören lassen. Dass galt für Friedemann Petter genauso wie für Silas Bredebewiesen.

Das Repertoire der Hörbänd ist breit gefächert. Es reicht von Kinderliedern wie „Auf der Mauer, auf der Lauer“ bis hin zur geklauten Kokusnuss. Von Modern Talking – mit einer wortgetreuen Übersetzung ihres Hit „Chery, Chery Lady“, die sich als „Erdbeerdame“ gar nicht mehr so sexy anhörte – über „Dancing in the Moonlight“ bis hin zu „Wake me up before September ends“. Geboten wurden Neue Deutsche Welle, Rock, Pop und einfühlsame Balladen und Eigenkompositionen, die sich mit Haarausfall und verstopften Duschabflüssen sehr humorvoll und einfühlsam auseinandersetzten. Auch das Märchen vom Froschkönig ließen sie in völlig neuem Gewand aufleben.

Ein insgesamt rundum gelungener Abend, der vom Bürgerverein Jeinsen glänzend organisiert worden war. Am Ende, nach einigen Zugaben, war sich das Publikum einig: Die HörBänd kann immer wieder gerne nach Jeinsen kommen.

Von Achim von Lüderitz

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