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Region Pattensen Nachrichten Drittes Mal ohne Führerschein erwischt
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13:51 08.10.2018
Weil er ohne Führerschein unterwegs war, muss sich ein Pattenser vor dem Amtsgericht Springe verantworten. Quelle: Andreas Zimmer
Pattensen/Springe

Weil er ohne Fahrerlaubnis und mit 1,3 Promille im Blut Auto gefahren ist, musste sich jetzt ein 22-jähriger Pattenser vor der Strafrichterin am Amtsgericht Springe verantworten. Der junge Mann ist damit bereits zum dritten Mal in Folge betrunken und ohne Führerschein von der Polizei gestoppt worden. Die Richterin verurteilte den Pattenser zu einer dreimonatigen Freiheitsstrafe auf Bewährung. Zudem muss der arbeitslose Mann 100 Stunden gemeinnütziger Arbeit verrichten. Seinen Führerschein bekommt er frühestens in eineinhalb Jahren zurück.

Ende Juni hatten Polizeibeamte den jungen Mann hinter dem Steuer eines BMW an der Göttinger Straße in Pattensen kontrolliert. Den Beamten erklärte er, er habe seinen Führerschein zu Hause. Daraufhin fuhr er zu seiner Wohnung, die Beamten folgten ihm. Eine Fahrerlaubnis konnte er aber auch dort nicht vorweisen. Weil er sich nach der Kontrolle erneut hinter das Steuer gesetzt hatte, lautete die Anklage auf eine zweifache Trunkenheitsfahrt ohne Führerschein. Über einen Dolmetscher erklärte der 22-Jährige, seine schwangere Frau habe an jenem Tag im Juni Schmerzen bekommen. Daraufhin habe ein Notarzt sie ins Krankenhaus eingewiesen. Er selbst wollte oder konnte offenbar in dem Rettungswagen nicht mitfahren. „Ich konnte es aber zu Hause nicht aushalten, da bin ich hinterhergefahren“, erklärte der Mann. Zuvor habe er Alkohol getrunken. „Ich bereue, dass ich Auto gefahren bin“, sagte er.

„Sie haben zum dritten Mal gegen das Gesetz verstoßen“, hielt ihm die Richterin vor. Bereits im Januar und dann im März war er wegen Trunkenheit und eines Verkehrsverstoßes verurteilt worden. Das erste Mal habe er die Schuld aber für einen Onkel auf sich genommen, wandet der Mann ein. „Sie sollten dann darüber nachdenken, dass man nicht die Familie, sondern das Gesetz über alles stellt“, sagte die Strafrichterin. Das Auto, mit dem der Angeklagte jetzt unterwegs war, gehört seiner Frau. Die Richterin wies sie darauf hin, dass auch sie sich als Halterin strafbar mache, wenn sie ihren Mann ohne Führerschein hinter das Steuer ihres Wagen lasse. „Was soll ich machen, wir leben in einer Wohnung. Ich kann ja den Autoschlüssel nicht verstecken“, entgegnete sie.

Mit der dreimonatigen Freiheitsstrafe, die zur Bewährung ausgesetzt wurde, zeigte sich der Angeklagte offenbar sehr zufrieden. „Ich küsse Ihre Hand für dieses Urteil“, sagte er zur Richterin, bevor er den Gerichtssal verließ.

Von Annegret Brinkmann-Thies

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