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Nachrichten 46-Jähriger hortet Kinder-Pornographie
Region Pattensen Nachrichten 46-Jähriger hortet Kinder-Pornographie
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13:20 26.09.2018
Wegen des Besitzes von Kinderpornographie muss sich ein Pattenser vor dem Amtsgericht Springe verantworten. Quelle: Andreas Zimmer
Pattensen/Springe

Rund 1400 pornografische Fotos und einige Videos, die Kinder und Jugendliche zeigen, hatte die Polizei vor eineinhalb Jahren bei einem 46-jährigen Pattenser gefunden, als sie seine Wohnung durchsuchten. Jetzt musste sich der Mann wegen Verschaffung und Besitzes dieses Materials vor dem Amtsgericht in Springe verantworten. Die Strafrichterin verurteilte ihn zu einer Geldstrafe in Höhe von 3000 Euro.

Der Mann räumte zwar ein, dass die Bilder und Videos ihm gehören, die die Beamten auf mindestens einem seiner Rechner gefunden hatten. „Es ist aber Ewigkeiten her“, erklärte er. In den Jahren 2002 bis 2005 habe er sich die Dateien über eine bestimmte Suchmaschine heruntergeladen, zusammen mit anderen Dateien. „Aber Sie haben doch nicht zufällig kinder- und jugendpornografische Bilder heruntergeladen“, hielt ihm die Richterin vor. Zudem seien diese alten Bilder ja auf seinem neuen PC gefunden worden, stellte sie klar.

Er habe die alte Festplatte in den neuen Rechner eingebaut, sagte der Angeklagte. Die Beamten hatten bei der Durchsuchung neben USB-Sticks auch Laptops und mehrere Festplatten beschlagnahmt. Auf welchen Speichermedien sich die Bilder befunden hatten, ließ sich in der Verhandlung in Springe nicht mehr klären. Auch ein Polizeibeamter konnte in seiner Zeugenaussage nicht aufklären, auf welchen Festplatten die verbotenen Dateien gefunden worden waren. Zu der gefundenen Zahl von rund 900 Beispielen kinderpornografischem und 400 Beispielen jugendpornografischem Material erklärte der Beamte auf Nachfrage der Richterin, dies stelle seiner Erfahrung nach „eine mittelgroße Menge“ dar.

Der 46-jährige Angeklagte selbst erklärte: „Ich sehe das nicht als harmlos an.“ Und er beteuerte im Verlauf der Verhandlung: „Ich werde das nicht wieder tun.“ Zu einem Präventionsprojekt für Menschen, die pädophil sein könnten und für das es auch ein Angebot in Hannover gibt, ist der Pattenser nach eigener Aussage noch nicht gegangen. „Das müssen Sie freiwillig machen, die Weisung dazu kann nicht vom Gericht kommen“, erklärte ihm die Richterin. Sie gab ihm aber mit auf den Weg: „Jedes Kind, das Sie sich im Internet angucken, ist dafür irgendwo auf der Welt missbraucht worden.“

Der Angeklagte ist nicht vorbestraft. Verurteilt worden ist er zu einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen à 25 Euro. Die Tagessatzhöhe berechnet sich jeweils nach dem Einkommen eines Angeklagten.

Von Annegret Brinkmann-Thies

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