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Niels Niemeyer-Falkowski verteilt Erde und Sand von der Anhöhe am Strandhotel Weißer Berg zuerst auf dem Uferweg und anschließend am anliegenden Surferstrand.

Niels Niemeyer-Falkowski verteilt Erde und Sand von der Anhöhe am Strandhotel Weißer Berg zuerst auf dem Uferweg und anschließend am anliegenden Surferstrand.
© Mario Moers

Mardorf

Surfstrand wird aufgefüllt

Bei der Renaturierung des Weißen Bergs fallen tonnenweise Sand und Erde an. Wenige Meter gegenüber nagen Wind und Wellen beharrlich am Surfstrand – kurzerhand wird umgeschichtet.

Mardorf.  Mehr Sand für den Surfstrand. 600 Kubikmeter sandigen Boden verteilt Baggerfahrer Niels Niemeyer-Falkowski derzeit am Mardorfer Surfstrand. Wo Wind und Wellen kontinuierlich am Ufer nagen, muss die Stadt regelmäßig Uferboden auffüllen um der natürlichen Erosion zu begegnen. Da passt es sich, dass nur wenige Meter entfernt ein Teil des Weißen Berges renaturiert wird. Die in unmittelbarer Nähe zum Strandhotel abgetragene obere Sandschicht wird von der Stadt kurzerhand an den benachbarten Strand umgeschichtet – nicht nur dort ist das kostenlose Sediment willkommen.  

Auch die Besitzer von fünf Reitplätzen und zwei Landwirte haben Interesse angemeldet. Sie bekommen den Bergsand von der Region, der die Renaturierungsarbeiten obliegen, frei Haus geliefert.  „Mit einem weiteren Teil wird ein Sandweg in Schneeren instand gesetzt. Alles wird also auf kurzem Weg in der Gegend verwandt“, erklärt Regionssprecher Klaus Abelmann. Dasselbe gilt für den bereits vor Wochen abgetragenen Mutterboden, ebenfalls ein Abfallprodukt der Renaturierungsmaßnahme. Derzeit auf einem ufernahen Parkplatz zwischengelagert,  geht er an Blaubeerplantagen und Landwirte aus der Region. 

Kies gegen Erosion

Die Frage, wie sich die Erosion des Surfstrands gut und vor allem kostengünstig aufhalten lässt, beschäftigt auch Politik und Verwaltung. Bislang wird etwa alle drei Jahre Sand mit einem Saugbagger aus dem Meer zurückbefördert. Die Kosten pro Einsatz: circa 10 000 Euro für 2000 Kubikmeter Sand. Am Monatsbeginn präsentierte eine Fachgruppe mehrere Lösungsvorschläge, von denen nun einer ausprobiert werden soll. „Wir probieren das jetzt einmal mit Kies und Grobsand und schauen in einem Jahr, ob das funktioniert wie gewünscht“, berichtet Stadtsprecher Benjamin Gleue.  Das festere Sediment soll in den kommenden Tagen aufgeschüttet werden. „Wenn wir der Abtragung nicht entgegenwirken, stünde das Wasser in drei Jahren direkt am Uferweg,“ sagt Stadtmitarbeiter Marco Thiele.

Radweg teilgesperrt

Während der etwa einwöchigen Arbeiten ist der Uferweg im Bereich des Strandhotels Weißer Berg für den Radverkehr gesperrt. Radfahrer aus Richtung Alte Moorhütte wird empfohlen rechtzeitig zu wenden. 

Von Mario Moers


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  • ... mit dem Stadtteil Mardorf am Steinhuder Meer ein beliebtes Ziel von Touristen
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