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Nachrichten Vorschlag: Bauhof soll Friedhöfe wieder selbst pflegen
Region Neustadt am Rübenberge Nachrichten Vorschlag: Bauhof soll Friedhöfe wieder selbst pflegen
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13:00 19.02.2018
Der städtische Friedhof Lüningsburg in Neustadt könnte künftig vom Bauhof gepflegt werden. Quelle: Mirko Bartels
Neustadt/Poggenhagen

 Das kann die Stadt besser – und obendrein  preisgünstiger: Wenn es nach der Stadtverwaltung geht, könnte ab dem nächsten Frühjahr der städtische Bauhof wieder die Unterhaltung und Betrieb der beiden städtischen Friedhöfe selbst übernehmen. Für diese Idee haben der zuständige Fachbereichsleiter Jörg Homeier und Bauhof-Leiter Jörg Martens jetzt im Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung geworben.

Die Stadt betreibt den Friedhof Lüningsburg und den Waldfriedhof Poggenhagen selbst, hat bisher aber die Unterhaltungsarbeiten und das Ausheben der Gräber vergeben. „Es ist immer schwieriger, Firmen dafür zu finden“, sagt Homeier den Politikern. Gibt es Angebote, liegen die Preise oft deutlich höher als die Stadt kalkuliert hat. Deswegen haben die Verantwortlichen jetzt selbst nachgerechnet. Aktuell gibt die Stadt 171.900 Euro im Jahr für diese Dienstleistungen aus, inklusive Verwaltung und Winterdienst.

Mit eigenen Mitarbeitern könnten die Arbeiten der Rechnung zufolge für 157.000 Euro jährlich erledigt werden, sagt Homeier. In diesem Betrag sind erforderliche Maschinen und Betriebsstoffe sowie die Bezahlung für drei Mitarbeiter enthalten. Diese Zahl sei notwendig, um auch bei Urlaub und Krankheit immer zuverlässige Arbeit garantieren zu können, sagte Bauhof-Leiter Martens. Und wenn auf den Friedhöfen mal weniger zu tun sei, könnten die Mitarbeiter auch den Bauhof bei der Grünpflege auf stästischen Flächen unterstützen. 

Bis April läuft der aktuelle Vertrag mit einer Fremdfirma. Die politischen Gremien werden in den nächsten Monaten über den Vorschlag beraten. Im Ausschuss kamen positive signals, etwa von Ulrich Baulain (CDU) und Ferdinand Lühring (SPD). Ablehnend äußerte sich allein Raimar Riedemann (AfD): „Auch wenn es günstiger ist, bedeutet es, die Verwaltung weiter aufzublähen – dafür bekommen Sie unsere Stimmen nicht“, sagte er.

Von Kathrin Götze

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