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Die Schwerlast-Umleitung für die B-6-Leinebrücke soll ab Januar geteilt werden.

Die Schwerlast-Umleitung für die B-6-Leinebrücke soll ab Januar geteilt werden.
 © Kathrin Götze

Neustadt

Umleitung wird ab Januar geteilt

Geteiltes Leid ist halbes Leid? Ab Januar soll die Umleitung für den Schwerlastverkehr wegen der maroden B-6-Leinebrücke nicht mehr nur durch Suttorf, Basse und Empede führen, sondern in einer Fahrtrichtung auch durch Neustadt-Kernstadt.

Neustadt.   Entlastung für die gebeutelten Dörfer an der B-6-Umleitungsstrecke steht in Aussicht:  Ab Januar soll der Schwerlastverkehr, der die B-6-Leinebrücke nicht nutzen darf, in einer Richtung durch die Kernstadt umgeleitet werden. Der Verkehr gen Norden würde dann weiter durch Suttorf, Basse und Empede rollen, der gen Süden, aus Richtung Nienburg, würde über die Anschlussstelle Himmelreich die Bundesstraße verlassen, dann über Nienburger Straße, Herzog-Erich-Allee und an der Hannoverschen Straße wieder auf die  B 6 auffahren.

Damit wird eine der zentralen Forderungen der Bürgerinitiative „Freie Fahrt B6“ erfüllt, die seit Monaten auf Entlastung für die Dörfer dringt. Abgesprochen sei die Regelung zunächst mit Vertretern aus Rat und betroffenen Ortsräten, berichtet Stadtsprecher Benjamin Gleue. Kernstadt-Ortsbürgermeister Klaus-Peter Sommer sagt, so viel Solidarität mit den Dörfern müsse die Kernstadt wohl zeigen. Insbesondere der engen, kurvigen Strecke durch Basse täte Entlastung gut.

Bahnhofskreuzung ist ein Engpass

Möglich wird diese Entlastung, weil nach langer Bauzeit dann auch die Hannoversche Straße wieder nutzbar ist. Die genannte Strecke sei dabei die einzige Alternative, sagt Gleue. Die Leinstraße, die eine kürzere Strecke bedeuten würde, darf nicht als Umleitung ausgeschildert werden, weil die Bebauung zu dicht an der Fahrbahn steht. Schwierigkeiten könnte es vor allem rund um die Bahnhofskreuzung geben, die ohnehin schon ein Engpass im Verkehr ist. 

„Die Strecke würden ohnehin viele Fahrer nehmen“, sagt Gleue. Vorteil aus Sicht der Stadt: Wird die Route offiziell ausgeschildert, kommt die Landeskasse für Schäden auf, die die zusätzliche Verkehrsbelastung mit sich bringt. Ortsbürgermeister Sommer merkt an, dass seiner Ansicht nach die Ampelschaltungen insbesondere auf dem Straßenabschnitt vor dem Bahnhof noch deutlich besser aufeinander abgestimmt werden könnten, damit der Verkehr dort besser fließt. „Wir setzen uns schon länger dafür ein, dass das Verkehrskonzept für die Innenstadt überarbeitet werden muss“, sagt Sommer. 

Chefplaner kommt in die Ratssitzung

Es ist damit zu rechnen, dass die Umleitung dann noch mindestens für ein Jahr gebraucht wird. Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr geht davon aus, dass es mindestens bis Ende 2018 dauern wird, die marode Brücke so weit zu verstärken, dass sie zumindest jeweils einspurig wieder Schwerverkehr tragen kann. Über den neusten Stand der Planungen gibt Uwe Schindler, Leiter des zuständigen Geschäftsbereichs Nienburg, in den nächsten Ratssitzung öffentlich Auskunft. Sie beginnt am Donnerstag, 7. Dezember, um 18 Uhr im Sitzungssaal, Nienburger Straße 31. 

Von Kathrin Götze


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