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Region Neustadt am Rübenberge Nachrichten Nach tödlichem Unfall kommt jetzt das Überholverbot
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15:56 06.02.2018
Blumen, ein umgedrehtes Hufeisen und eine Kerze erinnern an den schweren Unfall auf der Leinstraße am Freitag. Quelle: Mirko Bartels
Neustadt/Empede

 Die Stadtverwaltung und die Polizei ziehen Konsequenzen aus dem tödlichen Unfall auf der Leinstraße: Noch in diesem Monat  soll ein Überholverbot angeordnet werden.

„Die Strecke ist kein Unfallschwerpunkt“, sagt Reinhard Bruns, Verkehrsexperte  bei der Polizeiinspektion Garbsen, „aber wenn Unfälle passieren, sind sie schwer.“ Drei Unfälle hat die Polizei innerhalb der vergangenen drei Jahre auf der Strecke dokumentiert. Einmal spielte Alkohol am Steuer eine Rolle, zweimal waren die Unfälle Folgen von Überholmanövern.

Für Autofahrer aus Richtung Empede ist das Teilstück zwischen der letzten Rechtskurve vor Neustadt und der KGS kritisch, besonders die Kurve. „Die Baumallee wirkt wie ein Bretterzaun, die Kurve ist abschüssig, die Sicht in den entgegenkommenden Verkehr ist tagsüber fast gleich Null“, sagt Bruns. 

 Beim Unfall am Freitag hatte ein Audifahrer aus Richtung Empede hinter der Rechtskurve überholt und einen entgegenkommenden Renault übersehen. Beim Frontalzusammenstoß wurden die beiden Fahrzeugführer getötet und vier Menschen lebensgefährlich verletzt. Ein Überholverbot kann Menschenleben retten, „vorausgesetzt, die Autofahrter halten sich dann an die Regeln“, sagt Benjamin Gleue, Verkehrskoordinator bei der Stadtverwaltung. „Wir wollen mit dem Überholverbot das Signal setzen: Das Überholen ist hier gefährlich.“

Das Verbot soll ab KGS bis hinter die erste Linkskurve Richtung Empede reichen. Die Straßenmeisterei wird noch im Februar die Schilder aufstellen. Die Mittellinie wird später durchgezogen. „Zusätzlich lassen wir Pfeile auf der Straße aufbringen, damit Autofahrer das Überholen rechtzeitig beenden“, sagt Bruns.

Die Behördenvertreter wissen um die wenigen Überholmöglichkeiten zwischen Mariensee und Neustadt. Darum bleibt der gerade Straßenabschnitt hinter Empede Richtung Neustadt verbotsfrei. „Würden wir das Überholverbot auf der gesamten Strecke einrichten und das Tempo von 100 auf 70 reduzieren, würde der Druck auf die Autofahrer unnötig steigen. Es sind ja auch viele Landmaschinen auf der Straße unterwegs“, sagt Bruns. Die Polizei werde Autofahrern Zeit geben, sich an das Verbot zu gewöhnen. Danach werde überwacht. 

Von Markus Holz

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