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Wiebke Nolte hat seit 2016 die Flüchtlingshilfe in Neustadt koordiniert.

Wiebke Nolte hat seit 2016 die Flüchtlingshilfe in Neustadt koordiniert.
© Sebastian Rom

Neustadt

Reicht halbe Stelle für Flüchtlingshilfe?

Wer wird Nachfolger von Wiebke Nolte als Ehrenamtskoordinatorin für die Flüchtlingshilfe in Neustadt? Am Dienstag endete die Bewerbungsfrist für den Posten, der vorerst nur mit einer halben Stelle besetzt ist. Erübrigt sich mit den sinkenden Flüchtlingszahlen die Koordination der Hilfsangebote?

Neustadt.  Bedarf die Koordination der Flüchtlingshilfe in Neustadt weniger Personal als vor einem Jahr? Mit dieser Frage wird sich im kommenden Jahr der Rat der Stadt beschäftigten. Nachdem die bisherige Ehrenamtskoordinatorin Wiebke Nolte für ein Jahr in den Mutterschutz geht, wird das Angebot nach dem Jahreswechsel vorerst nur mit einer halben Stelle fortgeführt. Der Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf wird weiterhin die Kosten für eine halbe Stelle übernehmen. Obgleich der Rat bereits signalisiert hat, die fehlenden Kosten für die Vollzeit beizutragen, steht die Entscheidung darüber noch aus. 

„Das Aufgabenspektrum hat sich sicher verändert. Zurzeit haben wir weder einen Flüchtlings- noch einen Helferstrom“, sagt Stadtsprecher Benjamin Gleue. Bisher hat die Stadt die im Gemeindehaus der Poggenhagener Bonifatius-Kirche untergebrachte Koordinierungsstelle mit 20 000 Euro jährlich bezuschusst. Voraussichtlich im Februar soll der Rat über die Übernahme abstimmen. „Welchen Umfang die Stelle künftig bekommt, hängt also von der Stadt ab“, sagt Superintendent Michael Hagen. 

Zur Statistik: Im November bezogen 232 Flüchlinge in Neustadt Leistungen. Zum Jahresbeginn waren es noch 458 Personen.  Während Ende 2016 noch 405 Menschen in den städtischen Unterkünften wohnten, sind es aktuell 311. Der Rückgang veränderte auch das Profil der Ehrenamtskoordination. Unterstützernetzwerke haben sich etabliert, viele Geflüchtete haben inzwischen eigene Wohnungen gefunden. Mit der Anerkennung fallen die Asylbewerber aus der Flüchtlingsstatistik und zählen fortan zu den Empfängern von SGB II. Die Fraktionen von Grünen/Linken, UWG und FDP haben im Oktober den Antrag gestellt, die Stelle für weitere zwei Jahre in Vollzeit zu erhalten. Am Dienstag endete die Bewerbungsfrist bei dem Kirchenkreis. 

Von Mario Moers


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