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Nachrichten Stadt und Region verhandeln über leere Flüchtlingswohnungen
Region Neustadt am Rübenberge Nachrichten Stadt und Region verhandeln über leere Flüchtlingswohnungen
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00:16 04.01.2018
Der Wohnblock an der Fontanestraße (rechts im Bild) ist noch ungenutzt Quelle: Kathrin Götze
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Neustadt

 Wie werden Neustadts Flüchtlingsunterkünfte weiter genutzt? Nachdem sich im Jahr 2015 ein starker Zustrom von Einwanderern abzeichnete, hat die Stadt gebaut. Nun ist der Zuzug abgeebbt, längst nicht alle Wohnungen sind an Flüchtlinge vergeben. Stadt und Region verhandeln über eine sinnvolle Nachnutzung. 

Besonders augenfällig ist die Diskrepanz bei den beiden Blocks, die die Wirtschaftsbetriebe an der Ecke Gerhart-Hauptmann- und Fontanestraße haben bauen lassen. Seit gut einem Jahr sind sie fertig, genutzt wird bislang nur einer. Der Erste Stadtrat Maic Schillack hatte schon vorgeschlagen, im zweiten Haus statt Flüchtlingen möglicherweise Alleinerziehende einziehen zu lassen. 

Doch so einfach, wie es der gesunde Menschenverstand erscheinen ließe, ist das nicht: Die beiden Blöcke sind nach dem so genannten KSG-Modell gebaut worden. Für den Bau floss Fördergeld, das jedoch an Bedingungen geknüpft war. Die Einrichtungen sollten demnach für die ersten zehn Jahre als Flüchtlingsunterkünfte, danach weitere zehn Jahre als Sozialwohnungen zur Verfügung stehen. Nun verhandeln die Verwaltungen, wie sich die Situation vernünftig lösen lässt.

Die Region habe signalisiert, dass sie die feste Bindung mit vorgegebenen Nutzungsjahren aufbrechen will und eine schnellere Nutzung für Sozialwohnungen anstrebe, sagt Stadtsprecherin Pamela Klages. Entsprechende Gespräche liefen parallel mit den städtischen Wirtschaftsbetrieben, die die Investition im Auftrag der Stadt getätigt haben. 

Immerhin: Die Region erstatte den Kommunen die Leerstandskosten für Flüchtlingswohnraum, berichtet deren Sprecherin Sonja Wendt. Wie sich die Situation in Neustadt lösen lasse, konnte sie aber noch nicht sagen. Die Gesamtinvestition der Wirtschaftsbetriebe für beide Häuser mit Platz für rund 88 Bewohner liegt bei 4,5 Millionen Euro, die sich laut Wirtschaftsbetriebe-Chef Helmut Eisbrenner über 40 bis 50 Jahre rentieren sollen.

Deutlich teurer noch war das Modul-Wohnheim an der Bunsenstraße. Die Notunterkunft hat die Stadt rund 6,2 Millionen Euro gekostet. Von den 150 Plätzen dort sind aktuell 90 belegt, wie der Integrationsausschuss bei einem Besuch im Dezember erfahren hat. Bei der Stadtverwaltung gilt das laut Klages als „ausreichend belegt“. „Das ist wohl Geschmackssache“, sagt der Ausschussvorsitzende Günter Hahn (UWG) zweifelnd. Unstrittig werde man sich aber in naher Zukunft auch dort mit Nachnutzung befassen müssen.

Von Kathrin Götze

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