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Region Neustadt am Rübenberge Nachrichten An der Obstwiese scheiden sich die Geister
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17:46 13.06.2018
Die Rodewalder Streuobstwiese liegt neben Binder- und Feuerwehrhaus. Quelle: Behncke
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Rodewald

Ein 2240 Quadratmeter großes Areal neben Binder- und Feuerwehrhaus in Rodewald erhitzt die Gemüter. „Die einen betrachten sie als verwahrlosten Schandfleck, die finden sie wunderschön und freuen sich über Blumen und Vögel“, sagt Marita Behncke vom Natur- und Vogelschutzverein Alpeniederung. Nach ihrem Empfinden dürften Geschmacksfragen aber gar nicht im Mittelpunkt stehen. „Der Lebensraum Steuobstwiese bietet in Niedersachsen tausenden von bedrohten Tieren und Pflanzen Unterschlupf und leistet einen Beitrag gegen das Artensterben“, betont sie.

Die früher als Parkplatz genutzte Wiese war vor zwei Jahren als Gemeinschaftsprojekt des Natur- und Vogelschutzvereins, der Gemeinde und der Firma Wintershall mit Saatgut heimischer Pflanzen eingesät worden. Der vorhandene Obstbaumbestand wurde ergänzt, Nistkästen hängten die Initiatoren ebenfalls auf. Totholz wird nicht entfernt, sondern dient als Habitat für Vögel und Insekten. Es handelt sich um eine Ausgleichsmaßnahme für den seinerzeit von Wintershall neu angelegten Erdölbohrplatz Suderfeld. Das Unternehmen hat die Finanzierung geleistet.

Behncke weist darauf hin, dass das Ortsbild von Rodewald in der Vergangenheit von Streuobstwiesen geprägt war. Anlieger, die sich über die neue Fläche beschwert haben, bittet sie um Geduld. „Die Fläche wurde jahrelang geschunden. Sie entwickelt sich gut, aber es dauert seine Zeit, bis sie wirklich so aussieht, wie man es sich wünscht.“

Von Bernd Haase

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