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Nachrichten Wasser in der Kleinen Leine steht hoch
Region Neustadt am Rübenberge Nachrichten Wasser in der Kleinen Leine steht hoch
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00:16 03.10.2018
Der Fußweg unter der Brücke ist als Folge des hohen Wasserstands gesperrt. Quelle: Bernd Haase
Neustadt

Wegen des trockenen Sommers hat die Leine zuletzt nur sehr wenig Wasser geführt – ganz im Gegensatz zu ihrem stadtnahen Arm vor der Eckstein-Mühle. Die Stadt bezeichnet den Wasserstand dort als „erstaunlich hoch“. Zeitweise war der Weg unter der Mühlenbrücke über die Kleine Leine überschwemmt; er ist derzeit gesperrt. Offenbar lag es einmal mehr an der Mühle, für und durch die das Wasser gestaut wird. Die Situation hat zum wiederholten Mal den UWG-Ratsherrn Willi Ostermann auf den Plan gerufen, der im angrenzenden Wohngebiet Silbernkamp wohnt. Anwohner dort fürchten, hohe Wasserstände könnten den Regen- und Schmutzwasserabfluss hemmen.

Die Eckstein-Mühle war einst eine Getreidemühle; der heutige Eigentümer hat sie zu einem kleinen Wasserkraftwerk umgebaut und erzeugt durch zwei Turbinen Strom. Dafür darf er mit Hilfe eines Steinwehrs an der Apfelallee (dem so genannten Wasserfall) Wasser aus dem Hauptfluss in den Nebenarm ableiten. Was dabei erlaubt ist – insbesondere in Bezug auf die Stauhöhe – regelt ein Wasserrecht. Weil es in dem zwanzig Jahre alten Papier nach Ansicht der Beteiligten unklare Formulierungen gibt, soll es überarbeitet werden.

Je mehr Wasser in den Altarm gelangt, desto höher ist die Stromausbeute an der Mühle. Stadt und Anwohner legen jedoch gesteigerten Wert darauf, dass die festgelegen Staumarken beibehalten werden. „Nur so ist der Regenwassersammler entlang der Leutnantswiese weitgehend vor Rückstau und einer damit einhergehenden Verschlammung geschützt und seine Leistungsfähigkeit dauerhaft sichergestellt“, schreibt die Stadt in einer Stellungnahme. Die Region als zuständige Wasserbehörde teilt mit, dass sie nicht die Absicht habe, die Staumarken zu ändern.

Andererseits hat die Region wegen der jüngsten hohen Wasserstände das Steinwehr neu vermessen lassen und festgestellt, dass es um wenige Zentimeter zu hoch aufgeschüttet wurde. Dem Mühlenbetreiber sei deshalb auferlegt worden, die Differenz wieder abzutragen, teilt die Stadt mit. Es gebe jedoch noch einen zweiten Grund: An der älteren der beiden Turbinen seien Reparaturen fällig geworden, weshalb der Wasserdurchfluss teilweise habe gestoppt werden müssen. Die Arbeiten hätten sich in die Länge gezogen – unter anderem deshalb, weil sich die Lieferung von benötigten Ersatzteilen verzögert habe. Prüfungen in der Kanalisation hätten aber dort nur geringe Wassermengen ergeben. „Die Aufstauungen haben nach jetzigem Kenntnisstand keinen wesentlichen Einfluss auf die Grundwasserhöhe im Wohngebiet“, teilt die Stadt mit.

Der Fußweg bleibt trotzdem bis auf Weiteres gesperrt, da weitere Arbeiten an den Turbinen angekündigt sind. „Kontrollen sowie die dann wiederholt notwendige Reinigung des Wegstücks vor einer Freigabe sind im Aufwand unverhältnismäßig“, heißt es zur Begründung.

Von Bernd Haase

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