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Nachrichten Porscha ist Bürgermeisterkandidat der CDU
Region Neustadt am Rübenberge Nachrichten Porscha ist Bürgermeisterkandidat der CDU
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00:19 31.08.2018
Die Stadtverbandsvorsitzende Silvia Luft beglückwünscht Stefan Porscha nach der Wahl Quelle: Bernd Haase
Neustadt

Der Kandidat der CDU für die Bürgermeisterwahl im Mai 2019 heißt Stefan Porscha. In einer Kampfabstimmung setzte sich der 50-jährige Kommunalpolitiker aus Schneeren, im Hauptberuf Polizeibeamter beim Kommissariat Neustadt, am Dienstagabend gegen den 54-jährigen Juristen Hergen Scheve aus der Kernstadt durch. Porscha erhielt in geheimer Wahl im Gasthaus Bartling in Wulfelade 70 Stimmen, das entspricht einer Mehrheit von 79,5 Prozent. Auf seinen Konkurrenten entfielen 18 Stimmen.

Der Parteivorstand empfahl Porscha zur Wahl. „Wir hatten mit Gegenkandidaten gerechnet, es gab im Vorfeld mehrere gute Bewerber“, erklärte die Vorsitzende Silvia Luft. Scheve, erst seit September CDU-Mitglied, war im Januar nach eigenen Angaben vom stellvertretenden Ratsfraktionschef Björn Niemeyer ermuntert worden, seinen Hut in den Ring zu werfen. Darüber, dass Porscha den Vorzug erhalten habe, sei er lange Zeit nicht informiert worden. Er habe sich dann relativ kurzfristig entschlossen, doch anzutreten. Noch am Wahlabend mussten die Stimmzettel entsprechend bearbeitet werden.

Porscha, Ortsbürgermeister in Schneeren, Ratsmitglied und seit 2016 auch Mitglied der Regionsversammlung, verwies bei seiner Vorstellung auf seine langjährige politische Erfahrung. „Dass ich jetzt Bürgermeister werden will, ist die politische und logische Konsequenz aus diesem Engagement für das Neustädter Land“, erklärte er und will mit Bürgernähe, Sachlichkeit und Pragmatismus punkten. Die Entscheidung, sich zur Wahl zu stellen, habe er nicht aus dem Bauch heraus getroffen. In einer Kommunalverwaltung hat Porscha bisher nicht gearbeitet. „Er steckt aber in allen relevanten Themen drin und hat als Polizist Erfahrung mit Krisensituationen und Deeskalationsstrategie“, betonte Luft. Bei der Regionswahl habe der Schneerener mehr Einzelstimmen als Christina Schlicker erhalten, ergänzte sie mit Blick auf die Bürgermeisterkandidatin der SPD.

Das hat offensichtlich nicht alle Neustädter Christdemokraten überzeugt. „Wir brauchen jemanden, der ein größeres Wählerpotenzial auch außerhalb unserer eigenen Reihen anspricht“, forderte Susanne Hörner, als sie Scheve, dessen Familie früher das Hotel an der Landwehr betrieb, formell vorschlug. Der 44-jährige, der aktuell bei der Region Hannover im Personalmanagement arbeitet, präsentierte sich denn auch als Gegenmodell: „Ich habe keinen Stallgeruch, aber einen Plan“. Probleme müssten angepackt statt ausgesessen werden, sagte er und nannte als Beispiele Rathaus, Feuerwache, bezahlbaren Wohnraum oder Digitalisierung.

Wenig Freunde machte sich Scheve wohl mit seiner Bemerkung, durch Neustadts CDU-Stadtverband gehe ein tiefer Riss – „und zwar ringförmig um die Kernstadt.“ Am Ende gewann Porscha dann klar, und Luft warb dafür, dass sich Kernstadt und Ortsteile auf Augenhöhe begegnen. Im Wahlkampf müssten alle an einem Strang ziehen. Außer Schlicker und Porscha hat bisher die Satirepartei „Die Partei“ einen Kandidaten benannt und will den hannoverschen Ratsherrn Oliver Förste nach Neustadt exportieren. Gerechnet wird mit weiteren Bewerbern; unter anderem hat sich Amtsinhaber Uwe Sternbeck noch nicht erklärt.

Von Bernd Haase

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