Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Stadt braucht mehr Kita- und Krippenplätze
Region Neustadt am Rübenberge Nachrichten Stadt braucht mehr Kita- und Krippenplätze
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:30 24.09.2018
Der Bedarf bei der Kinderbetreuung steigt weiter. Quelle: dpa
Neustadt

Die Stadt will in den kommenden beiden Jahren mehrere Millionen Euro in den Ausbau der Kinderbetreuung stecken, um ihre gesteckten Ziele zu erreichen. Das geht aus einem Konzept mit dem Titel „Betreuung in Kindertagesstätten und -tagespflege ab 2018“ hervor, das Anfang Oktober erstmals im Jugend- und Sozialausschuss des Rates auf der Tagesordnung steht. Nach groben Schätzungen der Verwaltung stehen Investitionen in Höhe von 6 Millionen Euro in den Gebäuden an. Zusätzlich rechnet sie mit jährlich 2 Millionen Euro höheren Betriebskosten – vor allem für Personal.

„Durch eine punktuell angestiegenen Geburtenrate, der ungebrochen steigenden Nachfrage an Krippen- und Hortplätzen und geplanten Baugebieten ist eine neue grundsätzliche Betrachtung der Betreuung notwendig“, heißt es in der Beschlussvorlage für den Rat. Bisher habe man sich beim Ausbau der Kitaplätze fast ausschließlich am aktuellen Bedarf an den einzelnen Standorten orientiert. Künftig will die Verwaltung mit prognosebasierten Daten arbeiten, dabei zunächst das gesamte Stadtgebiet betrachten und anschließend nur noch zwischen Kernstadt und Ortsteilen unterscheiden. „Für den Besuch von Kitas gibt es keine Einzugsgebiete, die Eltern haben ein gesetzlich verankertes Wunsch- und Wahlrecht“, lautet die Begründung.

Angestrebt ist eine hundertprozentige Versorgung mit Kita- und eine fünfzigprozentige Versorgung mit Krippenplätzen für Kinder bis zu drei Jahren. Aktuell wird diese Quote rechnerisch nur bei den Kitaplätzen in der Kernstadt erreicht. In den Ortsteilen beträgt sie 89 Prozent. Krippenplätze fehlen überall, vor allem aber in den Ortsteilen, wo die Versorgungsquote bei 26,9 Prozent liegt.

Um den Rückstand aufzuholen und der wachsenden Nachfrage gerecht werden zu können, braucht die Stadt laut Prognose bis zum August 2020 mindestens 195 zusätzliche Krippen- und 133 Kitaplätze. Noch mehr werden es, wenn sie aus Flexibilitätsgründen noch um zehn Prozent draufsattelt, was laut Vorlage vorgesehen ist. Allerlei hat die Stadt schon angeschoben, etwa Anbauten für die Kita der Arbeiterwohlfahrt und die Kita Ratzenspatz in der Kernstadt sowie Erweiterungen derjenigen in Scharrel und Eilvese. Werden die insgesamt elf geplanten Maßnahmen umgesetzt, fehlen immer noch 35 Krippenplätze. Bei den Kitas hingegen entstehen sogar 22 Plätze mehr als rechnerisch erforderlich.

Ein eigenes Kapitel bildet noch die Nachmittagsbetreuung für Schulkinder. Hier setzt die Stadt auf den Ausbau der Ganztagsangebote in den Grundschulen. Bestehende Hortgruppen will sie zunächst erhalten, aber nicht erweitern.

Büro muss aus Küche verschwinden

Auch die baulichen Ansprüche an Kindertagesstätten steigen, was derzeit unter anderem die Kita Löxterzwerge in Stöckendrebber zu spüren bekommt. Dort wird die Küche auch zugleich als Büro genutzt; die Landeskindergartenbehörde fordert jedoch räumliche Trennung. Wie das zu bewerkstelligen ist, darüber gibt es unterschiedliche Auffassungen.

„Wir wünschen uns einen Anbau“, sagt Günther Hahn, Ortsbürgermeister von Mandelsloh. Der auch für Stöckendrebber zuständige Ortsrat hat kürzlich bei den Löxterzwergen getagt. Die Stadt ist aus finanziellen Gründen nicht begeistert und hatte zunächst vorgeschlagen, einen vorhandenen Kleingruppenraum umzubauen. Das wiederum wollten weder Ortsrat noch Kindergärtnerinnen. Nun gibt es laut Stadtsprecherin Nadine Schley die Idee, den relativ großen Küchenraum durch eine gläserne Scheibe zu unterteilen. Darüber wollen demnächst alle Beteiligten beraten.

Von Bernd Haase

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Seit 2012 gibt es die Tanzakademie Hannover-Neustadt in der Kernstadt. Unterrichtet wird seit August in neuen Räumen. Die Schule musste das Schloss wegen des geplanten Umbaus verlassen.

27.09.2018

Zum zweiten Mal haben Kulturnetzwerk und Flüchtlingshilfe einen „Interkulturellen Tag“ organisiert. Die Mischung aus kreativer und kulinarischer Vielfalt lockte auch Spontanbesucher.

26.09.2018

Ein Straßenname soll künftig nach dem Willen des Ortsrats Mandelsloh an Hermann Laue erinnern. Er hatte einst vor Ort eine Stromversorgung aufgebaut, von der auch Nachbardörfer profitierten.

23.09.2018